Am Dienstag verkündete Polizeichef Franz Prucher die Liste aller betroffenen nö. Posten (komplette Liste siehe Seite 4). Für Landeschef Erwin Pröll ist nun auch eine rasche Umsetzung gefragt.
. Für Landeschef Erwin Pröll ist nun auch eine rasche Umsetzung gefragt.
Wochenlang war die Anspannung bemerkbar, am Dienstag zu Mittag war die Katze aus dem Sack. NÖ ist mit 21 Postenschließungen relativ gut bedient. Bei der letzten großen Reform 2001 waren noch 37 Inspektionen betroffen. Bis 1. Juli müssen die Maßnahmen umgesetzt werden. Polizeichef Franz Prucher und Vize Franz Popp sprachen von einem wichtigen Schritt in Richtung moderne Polizei.
Landeschef Erwin Pröll (VP): "Die Reform muss die Sicherheitsversorgung im Land verbessern und zu einer konsequenten Bekämpfung der Kriminalität führen. Und die Maßnahmen müssen rasch umgesetzt werden." SP-Klubchef Alfredo Rosenmaier zeigte sich zufrieden, weil "einige Härtefälle abgewendet wurden".
"Sicherheitspolitischer Staatsbrankrott"
Lange umstritten waren ja die PIs Türnitz, Rabenstein, Pyhra, Orth/Donau, Bad Pirawarth und Gaweinstal. Erich Königsberger (FP) sieht dies anders: "Mikl-Leitner verkündete den sicherheitspolitischen Staatsbankrott." In den nächsten Tagen tourt das niederösterreichische Exekutiv-Führungs-Trio durch die Bezirke und klärt die Zugehörigkeit der geschlossenen Posten ab (z.B.: Kommt Statzendorf zu Traismauer, Herzogenburg oder Prinzersdorf?). Heute fährt Prucher nach Korneuburg, Mistelbach, Wien- Umgebung und Gänserndorf.
Polizeichef Prucher sagt: "Kein Beamter verliert nun seinen Job"
Unmittelbar nach der Pressekonferenz Dienstagmittag sprach "Heute" ausführlich mit Exekutiv-Boss Franz Prucher. Dabei sprach dieser auch über die heikle Zusammenlegungsfrage der Posten.
"Heute": Wie war der Jänner, Herr Polizeidirektor?
Franz Prucher: Arbeitsintensiv. Viele Verhandlungen und Telefonate und nebenbei lief auch der Polizei-Alltag natürlich zu 100 Prozent weiter.
"Heute": Bei Zusammenlegungen verlieren einige Postenkommandanten und Stellvertreter ihre Führungsrolle ... Prucher: Das ist korrekt, aber es werden auch einige Planstellen frei. Von der Besoldung her verlieren die Postenchefs in den nächsten Jahren keinen Cent.
"Heute": Wie geht es weiter?
Prucher: Mein Team und ich werden in den nächsten drei Tagen mit allen betroffenen Bürgermeistern, Kommandanten und Personalvertretern intensive Gespräche führen.
"Heute": Verlieren Polizisten in NÖ ihren Arbeitsplatz?
Prucher: Es wird in den betroffenen Bezirken keinen Mitarbeiter weniger geben.