US-Bildagentur in Turbulenzen

Getty Images meldet Insolvenz an

Getty Images hat in den USA ein Insolvenzverfahren gestartet. Der Geschäftsbetrieb soll während der Sanierung wie gewohnt weiterlaufen.
21.10.2026, 12:36
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Die US-amerikanische Bildagentur Getty Images hat Insolvenz in Form eines Gläubigerschutzverfahrens nach Chapter 11 angemeldet. Damit möchte das Unternehmen seine erheblichen Schulden reduzieren und plant, sich bis Jahresende von der New Yorker Börse zurückzuziehen.

Geschäft läuft während Sanierung weiter

Getty Images betont, dass der Betrieb während des gesamten Prozesses ohne Einschränkungen für Content-Lieferanten, Partner, Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten weitergeführt wird. Das Insolvenzverfahren wurde beim zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Delaware eingeleitet, wie futurezone.at unter Berufung auf kurier.at berichtet.

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Das Verfahren ist Teil eines bereits Mitte Oktober ausgehandelten Sanierungsplans mit den wichtigsten Gläubigern. Die Eigentümerfamilie Getty und die Investmentgesellschaft Koch Equity Development haben zugesagt, bis zu 533 Millionen Dollar an frischem Kapital bereitzustellen. Zudem haben Gläubiger zugestimmt, auf Forderungen von 270 Millionen Dollar zu verzichten. Rückzahlungen werden aufgeschoben und auch die Zinslast soll sinken.

Verluste und gescheiterte Fusion

Getty Images befindet sich schon länger in finanziellen Schwierigkeiten. Im letzten Jahr machte das Unternehmen bei einem Umsatz von 981 Millionen Dollar einen Verlust von 206 Millionen Dollar. Im ersten Halbjahr 2025 fielen weitere 90 Millionen Dollar Verlust an. Mark Getty, Enkel des Ölmagnaten Jean Paul Getty, ist Mitgründer und Verwaltungsratspräsident der Agentur.

Die geplante Fusion mit dem Konkurrenten Shutterstock scheiterte im Juni an Auflagen der britischen Wettbewerbsbehörden. Nach Abschluss der Sanierung werden die Familie Getty und Koch Equity Development das Unternehmen vollständig besitzen.

red, Akt. 21.10.2026, 12:41, 21.10.2026, 12:36
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