Niederösterreich

Getunte Turbinen sorgen für mehr Strom auf der Donau

Die Revitalisierung des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug steht bevor. Österreichs ältestes Donaukraftwerk soll Strom für 400.000 Haushalte pro Jahr liefern.
14.04.2022, 11:30

In den vergangenen Jahren wurde das Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug revitalisiert. Mit dem Einheben der letzten von insgesamt sechs neuen Turbinen ist ein wichtiger Meilenstein im Projekt erreicht. Das neue Laufrad wiegt 113 Tonnen und musste vom Portalkran mit größter Präzision eingehoben werden. Trotz der enormen Größe von 7,4 Metern bleibt nur ein millimetergroßer Spalt zwischen Turbine und Schacht.

Spektakuläre Schwerlast-Hübe gehören für die Mannschaft des Donaukraftwerks Ybbs-Persenbeug mittlerweile zur jährlichen Routine. Die wertvolle Last muss trotz ihrer enormen Masse im Zeitlupentempo abgesetzt werden. Die Koordination zwischen Montageteam und Kranfahrer ist entscheidend für den Erfolg. Trotz großer Erfahrung war auch im sechsten Durchgang Konzentration gefragt.

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Leistung deutlich erhöht

Durch die Investition von 144 Mio. Euro wird durch das Projekt laut Verbund die Revitalisierung aller sechs Maschinensätzen die Erzeugung um mehr als 77 Mio. Kilowattstunden (kWh) auf in Summe 1,4 Mrd. kWh erhöht und die Zuverlässigkeit nochmals verbessert. Die sechs alten Kaplan-Turbinen werden ausgetauscht, die Generatoren modernisiert, Leittechnik und Steuerung verbessert. Die Effizienzsteigerung von 6 Prozent entspricht dem Jahresstromverbrauch von 22.000 Haushalten.

Die Maßnahmen am bestehenden Kraftwerk Ybbs-Persenbeug ermöglichen laut Aussendung – ohne baulich in die Umgebung eingreifen zu müssen – die Stromerzeugung aus Wasserkraft signifikant zu steigern und damit jährlich zusätzlich 62.000 Tonnen an CO2-Emissionen einzusparen.

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