Wien

Gewalt an Schulen: Wiener FPÖ fordert Erziehungscamps

Für unbelehrbare Schüler reicht die Suspendierung nicht aus, so FP-Klubobmann Maximilian Krauss. Er fordert erneut Erziehungscamps. 
Thomas Peterthalner
15.03.2022, 14:04

Eine Wiener Junglehrerin ist von Gewalt in der Mittelschule so angewidert, dass sie nur noch schnell wechseln will – zur Not in die Privatwirtschaft, wir berichteten. Ein Drittel ihrer Schüler sei gewaltbereit, so die Pädagogin. Das ist natürlich nicht an jeder Schule so. Doch die FPÖ reagiert jetzt auf den Hilfeschrei der Lehrerin.

Sicherheitsgipfel für Schulen

"Die Situation an den Wiener Schulen wird zusehends ärger – Gewalt und Mobbing stehen am täglichen Stundenplan", meint der freiheitliche Klubobmann im Wiener Gemeinderat, Maximilian Krauss. Abseits der Corona-Pandemie gebe es vor allem an den Mittelschulen massive Probleme. Hier sei Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) gefordert: "Seit Jahren ist bekannt, dass es in Wien sogenannte Brennpunktschulen gibt, zur Lösung wurde jedoch nichts beigetragen. Es wird Zeit für einen Sicherheitsgipfel unter Einbeziehung erfahrener Experten für Gewaltproblematik in Schulen", fordert Krauss.

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Erziehungscamps für Schüler und Eltern

Zudem solle es für Schüler, die komplett aus dem Rahmen fallen, Lehrer und andere Kinder bedrohen, klare Konsequenzen geben. "Die bis heute angewandten Suspendierungen gewalttätiger Schüler vom Unterricht sind nicht zielführend und schon gar nicht abschreckend. Die Jugendlichen, die ohnehin keine Lust auf Schule haben, freuen sich maximal über ein paar extra-Tage schulfrei – das ist keine Strafe", so Krauss. Er verlangt die Umsetzung der freiheitlichen Forderung nach entsprechenden Erziehungscamps für gewalttätige, bildungs- und integrationsunwillige Schüler und auch Eltern.

Krauss erinnert daran, dass der ehemalige Bildungsstadtrat Czernohorszky bereits 2019 extra nach Berlin gereist ist, um sich vor Ort darüber zu informieren, welche Lösungen es geben kann. Umgesetzt sei aber nichts geworden. "Die Schule muss ein Ort der Sicherheit für Lehrer und Kinder sein und kein Angstraum, in dem Regeln einfach so gebrochen werden können, ohne dass es dafür Strafen gibt", meint Krauss.