Welt

Gewalt in Calais befürchtet, Hunderte wollen bleiben

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:20

Der erste Tag der Räumung des französischen Flüchtlingslagers in Calais verlief laut Behörden ruhig und geordnet. Weit über 2.000 Flüchtlinge, die auf eine Weiterreise warteten, wurden mit Bussen in 80 Erstaufnahmezentren gebracht. Nach Schätzungen befinden sich noch rund 6.000 Menschen in dem Lager mit dem Spitznamen "Dschungel". Nun warnen Hilfsorganisationen vor einer Eskalation, denn rund 2.000 Personen wollen das Lager nicht verlassen.

Der erste Tag der verlief laut Behörden ruhig und geordnet. Weit über 2.000 Flüchtlinge, die auf eine Weiterreise warteten, wurden mit Bussen in 80 Erstaufnahmezentren gebracht. Nach Schätzungen befinden sich noch rund 6.000 Menschen in dem Lager mit dem Spitznamen "Dschungel". Nun warnen Hilfsorganisationen vor einer Eskalation, denn rund 2.000 Personen wollen das Lager nicht verlassen.

1.918 Erwachsene und 400 unbegleitete Minderjährige wurden am Montag weggebracht - die Erwachsenen in 80 Erstaufnahmezentren, die Minderjährigen in ein eigens errichtetes provisorisches Aufnahmezentrum. Frankreich will bei jenen Minderjährigen, die Verwandte in Großbritannien haben, eine Familienzusammenführung erreichen. 1.200 Polizisten sicherten am Montag das Lager ab.

Bisher wurden jene Personen weggebracht, die das Lager von sich aus verlassen wollten. Nun warnen Hilfsorganisationen vor einer Eskalation. Rund 2.000 Flüchtlinge wollen den "Dschungel" nicht verlassen, weil sie nach Großbritannien gelangen wollen. In der Nacht auf Montag zündeten vereinzelt Personen bereits Gegenstände an. Beobachter rechnen damit, dass sich viele Flüchtlinge verstecken werden, einige aber auch mit Gewalt reagieren werden.

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