Hat Österreich bald einen Berg weniger?

Am Hochvogel droht ein gewaltiger Felssturz. Das könnte dazu führen, dass Österreich bald einen Berg weniger hat.
In den Allgäuer Alpen droht ein gewaltiger Felssturz. Der Riss am Gipfel des 2.600 Meter hohen Hochvogels, der sich an der Grenze zwischen Bayern und Österreich befindet, wird immer größer. Experten befürchten deshalb, dass der Gipfel bald komplett auseinander fällt und zu Tal rauscht.

Weil es rund um den Berg allerdings kein bewohntes Gebiet gibt, besteht zum Glück keine Gefahr für Personen. Zwar befindet sich in der Nähe eine rund 140 Jahre alte Schutzhütte, die sei laut Experten aber weit genug entfernt.

"Staubwolke, mehr nicht"

"Wenn es den großen Felssturz gibt, dann wird es bei der Gemeinde Hinterhornbach je nach Wind eine Staubwolke geben, aber das Gebiet ist definitiv nicht gefährdet", zitiert der "Spiegel" Thomas Figl von der Tiroler Landesgeologie. Mehr als zwei Kilometer Luftlinie trennt die Ortschaft im Tiroler Bezirk Reutte vom Hochvogel.

Schon seit Jahren wird die Felsspalte immer größer. Forscher, die die Bewegung des Bergmassivs mit Sensoren genau beobachten, gehen davon aus, dass demnächst bis zu 260.000 Kubikmeter Geröll ins Tal stürzen könnten. Aktuell ist der Riss am Gipfel etwa 40 Meter lang, acht Meter tief und drei Meter breit. Wann konkret es zum großen Knall kommen wird, oder ob doch weiterhin nur schrittweise Felsstürze stattfinden werden, können auch die Experten nicht mit Sicherheit abschätzen.

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