Gewerkschafter Wimmer: "Es muss rascheln im Geldbörsel"

Rainer Wimmer
Rainer WimmerHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Am 23. September starten die Lohnverhandlungen in der Metallindustrie. Gewerkschafter Wimmer will, dass es "raschelt im Geldbörsel".

Ab Donnerstag wird verhandelt: Die Metalltechnische Industrie startet in die Herbstlohnrunde. Die Reallöhne der Arbeitnehmer sollen steigen und sich der durchschnittliche Inflationsrate der letzten zwölf Monate anpassen.

Vergangenes Jahr zeigte sich die Gewerkschaft entgegenkommend, dabei wurde in nur einer Verhandlungsrunde ein Abschluss auf Höhe der damaligen Jahresinflation von 1,45 Prozent erzielt. Heuer ist die Situation eine andere. 

"Die Arbeitnehmer müssen mitgenommen werden, es muss rascheln im Geldbörsel", fordert der Chef der Metaller-Gewerkschaft Rainer Wimmer im "Ö1-Morgenjournal". 

"Arbeitgeber waren bei Dividendenausschüttungen auch nicht zimperlich"

Die Metalltechnische Industrie erlebte 2020 einen Produktionseinbruch von zehn Prozent, für heuer wird ein Wachstum von neun Prozent erwartet.

"Die Arbeitgeber waren bei den Dividendenausschüttungen auch nicht zimperlich, da muss für Arbeitnehmer auch was drinnen sein. Wir brauchen eine Lohnerhöhung, die die Menschen ordentlich spüren", so Wimmer.

Die 1.200 Betriebe der Branche beschäftigen über 134.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit einem Produktionswert von 36 Mrd. Euro ein Viertel der gesamten Industrie erwirtschaften.

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