Nach dem Tierdrama in Krumbach (Bez. Wr. Neustadt), bei dem 400 Kilo Lachsforellen und Saiblinge starben, herrscht Rätselraten. Der Verdacht, dass jemand die vier Teiche des Fischzüchters Josef Tanzl vergiftet hat, erhärtet sich. Fischkrankheiten konnten bereits ausgeschlossen werden, Wasserproben werden noch untersucht.
Es sollte ein frühmorgendlicher Kontrollbesuch werden, den Josef Tanzl seinen Fischen abstatten wollte. Ich hatte am Abend zuvor schon das Gefühl, dass da was nicht stimmt. Der Verdacht bestätigte sich und die ersten Sonnenstrahlen enthüllten das wahre Ausmaß der Katastrophe. Ein großer Teil seiner Lachsforellen und Saiblinge trieb leblos in den vier Teichen.
Warum die Fische, die sonst auf den Tellern der regionalen Gourmettempel landen, sterben mussten, ist unklar. Dass mit den Teichen etwas nicht stimmt, wurde als Ursache bereits ausgeschlossen, Krankheiten ebenfalls, so der Landwirt. Er ist überzeugt davon, dass die Tiere vergiftet wurden. Bei der Frage nach dem Täter ist er ratlos: Ich kann mir nicht erklären, wer so etwas tut.
Das mysteriöse Fischsterben ist jetzt ein Kriminalfall. Die Polizei hat Wasserproben entnommen, diese werden derzeit in Spezialabors untersucht. Sollte es sich wirklich um einen Giftanschlag handeln, wären die Folgen verheerend: Die gesamte Anlage muss saniert werden. Das kostet ein Vermögen.Astrid Heinz