Giftgas-Angriff: Russland hat eigene Wahrheit

War es ein Giftgas-Angriff oder nicht? Während der Rest der Welt eindeutige Beweise sieht, liefert Russland eine Ausrede für Assads Regime.

Für die USA, Frankreich, Deutschland, die gesamte EU und beinahe alle Länder der UNO ist klar: Am Dienstag wurde ein Giftgas-Anschlag in Syrien verübt und anschließend das Krannkenhaus, in dem die Opfer behandelt wurden, bombardiert.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel verurteilt "den offensichtlichen C-Waffenangriff" und bezeichnet die Tat als "Kriegsverbrechen", das bestraft werden muss. In einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrates soll am Mittwoch eine Resolution verabschiedet werden, die dem syrischen Regime zumindest Sanktionen androht.

UNO-Resolution

Doch die Russen unterstützt den syrischen Machthaber Assad im Kampf gegen die Rebellen. Wie bei der letzten Resolution zu Syrien, könnte Russland ein Veto einlegen. Zum jüngsten Angriff liefert Moskau eine eigene Version der Wahrheit.

Rebellen bombardiert

Laut Russland wurde ein Munitionslager der Rebellen getroffen, in dem sich auch chemische Kampfstoffe befunden haben sollen. Das behauptet das russische Verteidigungsministerium, man habe das aus den eigenen Luftraumbeobachtungssystemen ableiten können.

USA verschärfen Ton

72 Menschen sind tot, darunter 20 Kinder. Weitere 200 sind verletzt. Sogar die USA schlagen harte Töne an und ändern ihren Kurs in der Syrien-Frage. Erst vor einer Woche meinte Trump, "Assad loszuwerden" sei nicht das vordringliche Ziel.

Diese Töne haben sich deutlich verschärft: Nun wird der syrische Machthaber als "Kriegsverbrecher" bezeichnet, der die Bevölkerung "abscheulich" behandelt und schon seit langer Zeit ein Hindernis für den Frieden sei. Im Moment will Washington nicht "akzeptieren", dass Assad erneut bei der Präsidentschaftswahl antritt. (csc)

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