Gifttorte: Psychiater verbringt Sommer hinter Gitter

In Korneuburg (NÖ) laufen Ermittlungen gegen Gefängnisarzt.
In Korneuburg (NÖ) laufen Ermittlungen gegen Gefängnisarzt.Daniel Schreiner, Kosmo - Montage: heute.at
Weil er aus Liebeskummer seine Kollegen vergiftet haben soll, muss ein Gefängnis-Psychiater weiterhin in U-Haft bleiben – den ganzen Sommer.

Den ganzen Sommer muss ein Häfen-Arzt jetzt selbst hinter Gitter verbringen. Denn bei der Haftverhandlung am gestrigen Mittwoch in Korneuburg wurde die Untersuchungshaft bis 8. September 2020 verlängert.

Kollege musste ins Spital

Rückblick: Aus Frust und Liebeskummer soll ein junger Gefängnis-Psychiater vergiftete Mehlspeisen und Torten für die Kollegen und Mitarbeiter gebracht haben.

Mitte Mai wurde schließlich neun Justizanstalt-Bediensteten schlecht, ein Arzt musste sogar ins Wiener AKH. Dort wurde der Verdacht laut, dass die Torte mit Medikamenten versehen worden war.

Der Arzt tauchte daraufhin kurz unter, wurde aber einen Tag später festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg gebracht ("Heute" berichtete ). 

Gutachten steht noch aus

Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der absichtlich schweren Körperverletzung und Sachbeschädigung (Anm.: der Arzt soll einem Kollegen auch die Autoreifen aufgeschlitzt haben) ein. Das Ergebnis des in Auftrag gegebenen Gutachtens steht indes noch aus. Für den Mediziner aus einflussreichem Haus gilt die Unschuldsvermutung.

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