Model Gina-Lisa Lohfink (29) wurde am Montag (22.8.) vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten für schuldig erklärt, sie habe zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt. Seither zeigen sich viele Promis gegenüber dem TV-Sternchen solidarisch. Lohfink will in Berufung gehen und ruft alle Zweifler dazu auf, sich selbst ein Urteil zu machen: "Seht euch das Video an!"
Model (29) wurde am Montag (22.8.) vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten für schuldig erklärt, sie habe zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt. Seither zeigen sich viele Promis gegenüber dem TV-Sternchen solidarisch. Lohfink will in Berufung gehen und ruft alle Zweifler dazu auf, sich selbst ein Urteil zu machen: "Seht euch das Video an!"
Das Schon jetzt würde nur jede zwölfte Vergewaltigung in Deutschland auch angezeigt, nur jede hundertste zu einer Verurteilung führen. Die 73-Jährige befürchtet daher, dass nach diesem Urteil noch weniger Betroffene sich trauen, eine Vergewaltigung zu melden.
Für Unverständnis sorgt der Schuldspruch vor allem, weil In dem Tape ist klar zu erkennen, wie das Model "Nein!" und "Ich will das nicht" sagt, außerdem sieht sie sehr benommen aus. Lohfink hatte behauptet, unter Einfluss von K.o.-Tropfen gestanden zu sein. Ein Gutachter hat dies vor Gericht ausgeschlossen.
"War er dabei? Nein! Ich kenne meinen Körper und ich weiß es. Ich sage nicht, dass es der eine war, oder der andere, vielleicht hat es auch eine Frau ins Glas getan? Ich habe keine Namen gesagt, ich weiß nur, wie ich mich gefühlt habe. Ich bereue, dass ich nicht ins Krankenhaus gegangen bin, denn vor Gericht brauchen sie für alles Gutachten, Formulare - etwas in Schwarz auf Weiß. Nur dann glauben sie es", zeigt sich Lohfink im Gespräch mit "Refinery29" entrüstet.
"Schaut sie euch alle an"
Außerdem ruft die 29-Jährige dazu auf, das Video anzusehen und sich selbst ein Urteil zu bilden: "Am Anfang habe ich mich für diese Videos geschämt, mittlerweile sage ich: Schaut sie euch alle an und bildet euch euer eigenes Urteil. Bildet euch eure Meinung, da erkennt man, dass ich nicht lüge. Das sieht jeder. Nur weil ich optisch so aussehe, wie ich aussehe, glauben mir viele nicht." Sie ist davon überzeugt, dass einer anders aussehenden Frau mehr Glauben geschenkt würde und sagt: "Einem natürlich Mädchen vom Dorf wäre garantiert mehr geglaubt worden als mir. Aber bei mir denkt man: Schlampe, Nutte, Hure. Ich musste mir anhören, dass ich eine Pornodarstellerin sei. Das ist eine Frechheit, ich bin weder Pornodarstellerin noch Prostituierte."
Lohfink will in Berufung gehen und für andere betroffene Frauen weiter kämpfen: "Im schlimmsten Fall werde ich in den Knast gehen und das aussitzen. Ich werde das Geld an Frauen geben, die selbst Opfer von sexueller Gewalt wurden und lieber hinter Gittern sein. Es geht mir um die Ehre, den Stolz und meinen Charakter - ich mach' das für alle Frauen da draußen."
"Nein heißt Nein"
Die ehemalige -Kandidatin möchte anderen Betroffenen raten, sich nichts gefallen zu lassen: "Nicht aufgeben, immer weiter kämpfen und sich nichts gefallen lassen!" Lohfink jedenfalls will sich den Rat selbst zu Herzen nehmen und weitermachen, denn "das kann nicht sein, dass Frauen sich nicht mehr trauen, zur Polizei zu gehen und etwas anzuzeigen aus Angst, selber zur Angeklagten zu werden. Wenn ich sage, ich möchte keinen Sex haben, dass muss das akzeptiert werden."