Heute gehört Giovanni Zarrella (46) zu den erfolgreichsten Entertainern Deutschlands. Doch der Weg dorthin war lang und von Rückschlägen geprägt. Nach dem Ende seiner Band "Bro'Sis" im Jahr 2005 brach für den Sänger eine schwierige Zeit an.
2001 erfüllte sich für Zarrella ein Traum: Er gewann die zweite Staffel der Castingshow "Popstars" und startete mit "Bro'Sis" durch. Ihre erste Single "I Believe" verkaufte sich über 1,5 Millionen Mal und wurde zur bisher erfolgreichsten Veröffentlichung eines deutschen Newcomers. Es folgten ausverkaufte Konzerte und ein Nummer-1-Album. Doch nach dem letzten Konzert im August 2005 wurde es still um die Band und Zarrella.
In dem Podcast Hotel Matze sprach er über diese schwierige Phase: "Mir wurde in dem Moment schon ein großer Teil meines Herzens rausgerissen." Er suchte nach einem neuen Weg, doch Antworten blieben aus. Währenddessen war er bereits mit seiner heutigen Ehefrau, Jana Ina Zarrella (48) zusammen, die als Moderatorin arbeitete. Das Paar heiratete 2005, doch Giovanni kämpfte mit seiner Unsicherheit.
Um den Anschein eines erfolgreichen Musikerlebens zu wahren, täuschte er Jana Ina ein Leben vor, das es nicht gab. "Ich wollte für meine Frau der Mann bleiben, auf den sie sich verlassen kann." Als das Paar morgens das Haus verließ und Jana Ina wissen wollte, was Giovanni nun vorhat, habe er gelogen: "Ich gehe jetzt ins Tonstudio arbeiten."
Im Podcast offenbart Zarrella weiter: "Sie ist zu ihrem Auto und ich hab eine Runde um den Block gemacht und bin wieder ins Haus gegangen." Wie der 46-Jährige heute gesteht, waren das "die schwersten drei Jahre in meinem Leben". Erst 2008 nach der Geburt von Sohn Gabriel konnte Zarrella das Steuer herumreißen: "Ich habe wieder angefangen, die Ärmel hochzukrempeln und das Selbstmitleid abzustreifen."
Irgendwann gestand der Sänger seiner ahnungslosen Frau alles. "Ich weiß nicht, wie oft ich dir erzählt habe, [dass ich ] im Tonstudio, Interview oder [beim] Fotoshooting [war]: Nichts davon war. Eine Zeit lang war gar nichts bei mir. (...) Ich wusste nicht, was ich machen soll, wie es weitergeht. (...) Das war mir peinlich." Die Moderatorin zeigte sich laut Giovanni aber äußerst verständnisvoll.