Politik

Energie-Gipfel endete mit leeren Versprechungen

Die Regierung lud die Spitzen des Energiesektors zum runden Tisch in Sachen Preis-Explosion. Output: ein "Faktencheck" und vage "Gegenmaßnahmen".
Heute Redaktion
13.03.2022, 22:15

Beratungen über "aktuelle Entwicklungen und mögliche Maßnahmen gegen Teuerungen im Energiesektor": So war der runde Tisch am Freitag angekündigt worden. Nach der Sitzung am Sonntag wartete man aber vergeblich auf konkrete Lösungen:

12er-Runde

Neben Kanzler, Vizekanzler, Finanzminister und Umweltministerin nahmen auf Expertenseite Wifo-Direktor Felbermayr, Bernhard Painz, Chef der Austrian Gas Grid Management AG, sowie die Vorstände von Energie AG, OMV, Verbund, EVN, E-Control und Wiener Stadtwerke teil.

Knapp drei Stunden Beratungen

Hinter verschlossenen Türen wurde über "Wirkungen und Umsetzbarkeit von Dutzenden Vorschlägen, die derzeit auf dem Tisch liegen, beraten", gab das Kanzleramt danach bekannt – per Aussendung. Eine Nachfrage, um welche Vorschläge es dabei konkret gegangen sei, blieb unbeantwortet.

"Sinnvolle Maßnahmen ableiten"

Die Beratungen hätten eine "erste Grundlage" geliefert, um politisch zu entscheiden, hieß es nur.

Auch Energievorräte Thema

Derzeit sei die Versorgung mit Erdgas zwar stabil, für die Regierung genieße dennoch die "Erarbeitung von Handlungsansätzen zur Speicherung und Bevorratung von Erdgas hohe Priorität".

"Kühler Kopf"

Kanzler Nehammer war zufrieden: "Der heutige Faktencheck war wichtig, um realistische Einschätzungen über die Entwicklung der in den nächsten Wochen möglichen Gegenmaßnahmen zu bekommen. Das war das Ziel." Vize Kogler betonte, dass man jetzt einen "klaren Blick und kühlen Kopf" brauche.

Fotografen ausgesperrt

Seltsam: Journalisten und Fotografen waren nicht erlaubt. Die einzigen Fotos kamen vom Fotografen des Kanzleramts. Nach dem Gipfel gab es auch keine Pressekonferenz.

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