Beratungen über "aktuelle Entwicklungen und mögliche Maßnahmen gegen Teuerungen im Energiesektor": So war der runde Tisch am Freitag angekündigt worden. Nach der Sitzung am Sonntag wartete man aber vergeblich auf konkrete Lösungen:
Neben Kanzler, Vizekanzler, Finanzminister und Umweltministerin nahmen auf Expertenseite Wifo-Direktor Felbermayr, Bernhard Painz, Chef der Austrian Gas Grid Management AG, sowie die Vorstände von Energie AG, OMV, Verbund, EVN, E-Control und Wiener Stadtwerke teil.
Hinter verschlossenen Türen wurde über "Wirkungen und Umsetzbarkeit von Dutzenden Vorschlägen, die derzeit auf dem Tisch liegen, beraten", gab das Kanzleramt danach bekannt – per Aussendung. Eine Nachfrage, um welche Vorschläge es dabei konkret gegangen sei, blieb unbeantwortet.
Die Beratungen hätten eine "erste Grundlage" geliefert, um politisch zu entscheiden, hieß es nur.
Derzeit sei die Versorgung mit Erdgas zwar stabil, für die Regierung genieße dennoch die "Erarbeitung von Handlungsansätzen zur Speicherung und Bevorratung von Erdgas hohe Priorität".
Kanzler Nehammer war zufrieden: "Der heutige Faktencheck war wichtig, um realistische Einschätzungen über die Entwicklung der in den nächsten Wochen möglichen Gegenmaßnahmen zu bekommen. Das war das Ziel." Vize Kogler betonte, dass man jetzt einen "klaren Blick und kühlen Kopf" brauche.
Seltsam: Journalisten und Fotografen waren nicht erlaubt. Die einzigen Fotos kamen vom Fotografen des Kanzleramts. Nach dem Gipfel gab es auch keine Pressekonferenz.