Gipfel entscheidet über rasche Sport-Öffnungen

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober.
Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober.picturedesk.com
Österreichs Sport könnte schon bald aufatmen. Am Freitag kommt es zum großen Gipfel, bei dem über mögliche Öffnungen entschieden werden soll.

Der Sport steht in Tagen des Lockdowns seit langer Zeit still. In vielen Bereichen, vor allem indoor, dürfen nur Spitzensportler trainieren. Fitnesscenter sind zu, der Mannschaftssport ruht im Amateurbereich. Das könnte sich schon bald zumindest zum Teil ändern.

Am Freitag kommt es zum Sportgipfel. Vertreter von Sport Austria, den Dachverbänden treffen sich mit Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne). Dabei soll auch über eine schrittweise Öffnung für den Amateursport gesprochen werden. Heißt: Mit entsprechenden Hygienekonzepten könnten Freizeitsportler in absehbarer Zeit wieder neue Möglichkeiten haben.

Bei "Ö1" macht ihnen Kogler Hoffnung. Er mahnt aber, dass Reintesten und Maßnahmen wie Abstand oder Sicherheitsmasken wohl in den Konzepten enthalten sein könnten. "Wenn man beim Mannschaftssport im Freien Körperkontakt hat, wird es einen Test brauchen." Der Vizekanzler betont, dass Österreich "nach wie vor auf einem Pulverfass" sitze. Gemeint sind die steigenden Corona-Ansteckungszahlen. Fitnesscenter dürfen sich angesichts dieser Aussagen wohl noch wenig Hoffnung auf eine rasche Öffnung machen.

Sport fordert Öffnung

Sport-Austria-Boss Hans Niessl pocht vehement auf Öffnungen, verweist auf Eintrittstests als passendes Instrument. Ein Beispiel, wie angespannt die Stimmung mittlerweile in den Verbänden ist, ist der heimische Tennis-Verband. Der veröffentlichte am Montag einen offenen Brief, adressiert an Kogler und Anschober. ÖTV-Präsident Magnus Brunner und die PräsidentInnen der Landesverbände schreiben darin über Argumente für die Öffnung von Tennishallen. Rund 400.000 Hobby-Tennisspieler und Hallenbetreiber in Österreich würden von den derzeit geltenden Maßnahmen schwer getroffen, heißt es. 

Unter anderem wird auf das, laut "www.corona-rechner.at" geringe Ansteckungsrisiko in Tennishallen verwiesen: "Bei Einhaltung aller problemlos erfüllbaren Sicherheitsauflagen (kein Duschen, kein Umziehen, keine Gastro, Mundschutz bis zum Betreten des Platzes) ist Tennis höchst sicher. Das Ansteckungsrisiko liegt nach den Maßgaben des Coronarechners bei 4 Personen pro Platz im Bereich von 0,2-0,3, beim Einzel noch um die Hälfte niedriger." Mit Argumenten wie diesen soll es am Freitag klappen, die Regierungsmitglieder von ersten Öffnungsschritten im Sport zu überzeugen.

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