Trump gratuliert Putin zur gelungenen WM

Russlands Präsident Wladimir Putin und Amerikas Staatschef Donald Trump treffen sich aktuell in Helsinki. Die Machtspiele haben begonnen.
Um 12.20 Uhr wollten sich die beiden Staatschefs zu ihrem Gespräch im finnischen Präsidentenpalast zusammensetzen. Für die Unterredung unter vier Augen (nur Dolmetscher sind noch anwesend) werden etwa 90 Minuten anberaumt. Danach geht es mit den Delegierten zum Arbeitsessen, bevor Trump und Putin gemeinsam vor die Presse treten wollen.

Der russische Staatschef Putin verspätete sich allerdings. Sein Flieger landete einige Minuten später als geplant in der finnischen Hauptstadt. Donald und Melania Trump blieben deshlab ihrerseits vorerst im Hotel.



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Strategie von Putin

Einige Minuten nach 12 Uhr, also weniger als 20 Minuten vor dem vereinbarten Treffen, landete der Flieger mit Putin schließlich in Helsinki. Es ist keine Seltenheit, dass der russische Präsident seine Gesprächspartner warten lässt – im Gegenteil: Eine Statistik im Netz listet die Wartezeiten auf. Sogar Queen Elizabeth II. ließ Putin demnach 14 Minuten sitzen, bevor er ihr die Ehre erwies. Bei Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel waren es gar mehr als vier Stunden.



Doch Donald Trump ließ die Machtdemonstration seines russischen Kollegen wenig überraschend nicht durchgehen. Er hat stattdessen im Hotel abgewartet, bis Putin tatsächlich im Präsidentenpalast eingetroffen war, um sich selbst erst auf den Weg zu machen. BBC schreibt: "Er weigerte sich das Hotel zu verlassen, bevor Putin nicht angekommen ist."

Die Machtspielchen zwischen den beiden Präsidenten überraschen wenig. Um kurz vor 13 Uhr ist Trump aber schließlich eingetroffen.

Trump gratuliert Putin zur WM

Gemeinsam traten die Staatschefs kurz vor die Presse, bevor sie sich zum persönlichen Gespräch zurückzogen. Trump gratulierte im Zuge dessen seinem Gegenüber für die gelungene WM-Austragung in Moskau: "Es war eine der besten bisher. Gratuliere dazu." Er erklärte außerdem, dass die beiden einiges zu besprechen hätten. Die Beziehungen seien in letzter Zeit ziemlich schlecht, das wolle man ändern. Denn, so stellte Trump klar: "Sich mit Russland zu verstehen ist eine gute Sache, keine schlechte."



Der US-Präsident und der russische Präsident wollen heute über das angespannte Verhältnis zwischen ihren beiden Regierungen sprechen. Außerdem soll es um internationale Konfliktherde wie die Ukraine oder Syrien gehen.

Überschattet wird das Treffen von neuen Erkenntnissen der Justiz in Washington, russische Geheimdienstmitarbeiter hätten vor der US-Präsidentenwahl 2016 die Computer der US-Demokraten und des Wahlkampflagers von Trump-Kontrahentin Hillary Clinton angegriffen. Trump hofft auf einen guten persönlichen Draht zu Putin, steht aber zuhause unter Druck, dem russischen Staatschef möglichst wenig entgegenzukommen.

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(red)

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