Welt

Giraffe tötet Kameramann bei Filmdreh

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:46

Die Arbeit mit Giraffe "Gerald" kostete den britischen Kameramann Carlos Carvalho das Leben. Die Giraffe tötete den 47-Jährige beim Dreh in Südafrika.

Er liebte Dreharbeiten mit Tieren, die letzten in Südafrika überlebte Carlos Carvalho nicht. Der preisgekrönte britische Kameramann wollte in der Glen Afric Country Lodge in Broederstroom Nahaufnahmen von Giraffe "Gerald" für die Serie "Wild at Heart" machen, dabei passierte das Unglück: "Gerald" holte aus, schwang seinen Hals und prallte voll an den Kopf des Kameramannes, Carlos flog fünf Meter weit durch die Luft, blieb regungslos am Boden liegen. Carvalho wurde sofort nach dem Unfall mit einem Hubschrauber ins Milpark Hospital im 64 Kilometer entfernten Johannesburg geflogen, erlag dort aber kurz darauf seinen massiven Kopfverletzungen.

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Augenzeuge berichtet vom tödlichen Unfall

"Wir fingen an, Nahaufnahmen der Beine und des Körpers des Tieres zu machen. Als Carlos gerade durch den Sucher schaute, schwang Gerald seinen langen Hals und traf ihn am Kopf. Das passierte so schnell, dass niemand damit rechnen konnte", berichtet Drikus Van Der Merwe vom Set.

Giraffe darf weiter im Reservat bleiben

Richard Brooker, der Besitzer des Safari-Ressorts, in dem gedreht wurde, äußerte sich bestürzt über den Unfall. Giraffe Gerald soll weiter in dem Ressort leben: "Er hat nichts falsch gemacht", sagte Brooker. Der Filmemacher soll sich unnötig selbst in Gefahr gebracht habe. Der „Sun" sagte eine Sprecherin des Ressorts: „Er hatte keine Genehmigung zu filmen. Er hat es auf eigene Faust gemacht. Gerald hat keine Schuld und wird auch nicht getötet. Er ist ein großes wildes Tier und er [Carvalho] hat die Sicherheitsregeln missachtet. Ich fühle mit seiner Familie, aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die alles auf die Tiere schiebt."

(isa)