Erst zwölf, dreizehn und 15 Jahre sind drei Mädchen alt, die sich in den vergangenen 14 Tagen im Großraum Wien laut eigener Aussage "am Fließband" als Taschendiebinnen betätigt haben sollen.
Erst zwölf, dreizehn und 15 Jahre sind drei Mädchen alt, die sich in den vergangenen 14 Tagen im Großraum Wien laut eigener Aussage "am Fließband" als Taschendiebinnen betätigt haben sollen.
Laut Polizei geben sie sich trotz ihrer Jugend ziemlich abgebrüht und geben lediglich das zu, was man ihnen nachweisen kann.
Die 15-jährige Bosnierin will vor zwei Wochen mit ihrer Großmutter nach Wien gekommen sein. Seither habe sie diese nicht mehr gesehen. Die Oma würde betteln gehen und habe kein Handy, man laufe sich nur durch Zufall über den Weg. Sie und die beiden Jüngeren, in Italien geborene Kroatinnen, wären ebenfalls betteln sowie stehlen gegangen, um sich Essen und Kleidung kaufen zu können. Und zwar "aus eigenem Antrieb", niemand habe sie dazu angestiftet.
Untergekommen waren die Mädchen in einem Hotel in der Kleinen Stadtgutgasse in der Leopoldstadt. Als man die mutmaßlichen Taschendiebinnen über ihre Aliasnamen dort ausfindig machen konnte, fand man in der Unterkunft mehrere tausend Euro Bargeld. Die Diebstähle soll das Trio im Gedränge, vor allem in der Rush Hour, begangen haben. Da die Minderjährigen nur jene zehn Straftaten zugeben, die ihnen etwa über Videoaufzeichnungen nachgewiesen werden können, geht die Exekutive von einer weit höheren Dunkelziffer aus.
Burschen wollten Mopeds stehlen
Ebenfalls der Polizei ins Netz gegangen sind zwei Burschen im Alter von 13 und 14 Jahren. Die beiden wurden gegen 21.30 Uhr in Wien-Penzing zunächst in der Sebastian-Kelch-Gasse und danach in der Hütteldorfer Straße beim Versuch ertappt, Mopeds zu stehlen. Der Polizei gegenüber gaben die Burschen an, dass sie "lediglich eine Spritztour unternehmen wollten". Beide wurden ihren Eltern übergeben.