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Giro versinkt im Corona-Chaos – Rad-Star packt aus

Der 106. Giro d´Italia versinkt immer weiter im Corona-Chaos. Mittlerweile haben neun Fahrer mit einem Positiv-Test aufgegeben. Einer packte nun aus. 

Heute Redaktion
Rad-Ass Sven Erik Byström fuhr einige Giro-Etappen mit einem positiven Corona-Test.
Rad-Ass Sven Erik Byström fuhr einige Giro-Etappen mit einem positiven Corona-Test.
Imago Images

Nach dem Zeitfahren am Sonntag meldete der Weltmeister und Giro-Gesamtführende Remco Evenepoel seine Corona-Infektion und stieg daraufhin aus der zweitwichtigsten Radrundfahrt des Jahres aus. Am Dienstag folgten drei weitere Rad-Stars: Domenico Pozzovivo aus Italien, der Australier Callum Scotson und Sven Erik Byström aus Norwegen. Damit haben bereits neun Fahrer wegen einer Corona-Infektion aufgegeben. Um weiteren Ansteckungen entgegenzuwirken, wurde bereits am Montag die Maskenpflicht wieder eingeführt. 

Derweil hat sich Byström bei "Eurosport" zu Wort gemeldet und deutliche Worte gefunden. Der Norweger bestritt sogar noch einige Etappen nach einem positiven Corona-Test. Wohl wissend, dass er infiziert ist. "In den letzten Tagen ging es ein bisschen langsam, es ging nur darum, durchzukommen. Es war hart", schilderte der Norweger, der sich im Zeitfahren am Sonntag noch ins Ziel kämpfte. 

"... Dann gibt es kaum noch Fahrer"

Am Dienstag gab Byström dann auf. "Man muss nach den Symptomen urteilen. Wenn ich Fieber gehabt und mich krank gefühlt hätte, wäre es etwas anderes gewesen", meinte der 31-Jährige. Und schob hinterher: "Wenn alle mit einem positiven Test aussteigen, dann gibt es kaum noch Fahrer, wenn wir in Rom ankommen." 

Byströms Team gab jedoch am Dienstag bekannt, dass der Norweger in der Nacht von Montag auf Dienstag erste Symptome bekommen habe. Bei der Italien-Rundfahrt dürfen die Rad-Stars selbst entscheiden, ob sie nach einem Positiv-Test weiterfahren. 

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