Fussball

Gladbach-Kapitän enthüllt "Probleme" mit Hütter

Adi Hütter hat Borussia Mönchengladbach nach nur einer Saison wieder verlassen. Zuvor kam es zum Bruch mit den Spielern, wie der Kapitän erzählte. 
Heute Redaktion
01.07.2022, 18:09

Unmittelbar nach dem letzten Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim (5:1) gab der Vorarlberger die Trennung von den "Fohlen" bekannt. Hütter war nur eine Saison in Gladbach aktiv, der Klub holte den 52-Jährigen zuvor für eine 7,5 Millionen Euro schwere Ausstiegsklausel von Eintracht Frankfurt. 

Bereits während der Saison kriselte es immer wieder, im Spätherbst befand sich die Borussia sogar in akuter Abstiegsgefahr. Am Ende stand Rang zehn und das Verpassen der Europacup-Ränge zu Buche.

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"Einige Probleme"

Nun enthüllte Kapitän Lars Stindl in der "Rheinischen Post", worüber bereits im Frühjahr spekuliert worden war: das angespannte Verhältnis zwischen Hütter und den Spielern. "Wir hatten einige Probleme, das ist nicht von der Hand zu weisen", sagte der 33-Jährige mit Blick auf den Ex-Trainer. Dies sei jedoch nicht nur an Hütter gelegen. "Natürlich werden Strukturen geschaffen vom Trainer, mit denen sich der eine leichter und der andere schwerer tut. Als Profi muss man auch selbstkritisch sein", meinte Stindl. 

Vor allem die physische Komponente sei ein Diskussionsthema gewesen. "Die Zahlen stehen für sich, denke ich. Da ist es schwer von der Hand zu weisen, dass wir das eine oder andere Defizit hatten. Das hatten wir schon in der Saison zuvor angesprochen und auch nun bei Adi Hütter sollte sich das ändern. Das haben wir nicht geschafft", so Stindl. 

Mit Farke zurück zu alter Stärke

Als sich die Borussia im Tabellenkeller wiederfand, habe man bereits befürchtet, "dass es ganz böse ausgehen könnte", so Stindl. Doch nun könne man daraus Kraft schöpfen. "Wenn wir denken, es geht von selbst, bekommen wir die gleichen Probleme wieder. Da hoffe ich, dass wir alle das verstanden haben", ergänzte der Kapitän. 

Mittlerweile haben die "Fohlen" Daniel Farke als Hütter-Nachfolger vorgestellt. Nun sei wieder der fußballerische Aspekt im Vordergrund. "Jetzt kehrt Borussia zurück zu dem, was sie stark gemacht hat. Vielen Spielern gefällt das", schloss Stindl.