Glattauer: Das Virus und das Klopapier …

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute".
Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute".Bild: heute.at
Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Das Virus und das Klopapier … Viele Lehrerinnen in Risikogruppe. Und: Ditschitl lörning oder doch Bleistift.

Das Virus und das Klopapier …



Manchmal irrt der Herr Direktor: Wiens Gesundheitsstadtrat Hacker hat das Virus doch nicht k.o. geschlagen (obwohl er sichtlich alles tut, damit es noch ein Sieg nach Punkten wird). Dafür ist die anfänglich pipifeine Performance der Schulbehörde inzwischen zu eher nur pipi mutiert: Von den Schulschließungen erfuhr unsereiner durch ORF und "Heute".

Was unsere Lehrerinnen angeht: jeden, jeden Tag alles anders. Was wir mit den Zivis tun sollen? Bis jetzt kein Wort! Zum Glück darf zwischendurch gelacht werden: "Turgut, hast du da eine Klopapierrolle unter deiner Jacke versteckt?""Zwei.""Aus unserem Klo? Spinnst du?""Mein Vater hat gesagt, ich soll welche nehmen, wenn ich welche sehe." Nachsatz: "Und wenn sie niemand gehören."

Glattauer gibt Noten
Niki Glattauer ist seit 20 Jahren Lehrer in Wien, aktuell Direktor des "SZ-FIDS" in Meidling. Dazu hat er 13 Bücher geschrieben.
Jeden Montag vergibt er in einer Kolumne für "Heute" Schulnoten.

Alle seine Artikel finden Sie hier!
Note: :-)


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Viele Lehrerinnen in der Risikogruppe



Spätestens jetzt wird noch ein Problem virulent: die Überalterung unserer Lehrkörper. Fast jede zweite österreichische Lehrkraft ist älter als 50. Eine mir gut bekannte Schulleiterin musste gleichzeitig mit den Schülern ein Drittel der Lehrerinnen heimschicken: Weil sie nahe am Risikoalter sind, Diabetiker, herz-, lungenkrank – und selber besonders geschützt werden müssen. Ein Loblied in diesem Zusammenhang auf unsere solidarische Gesellschaft! Dass nach ersten Umfragen kaum 5 Prozent der Eltern das Betreuungsangebot für ihre Kinder in Anspruch nehmen, spricht für sie und – auch das muss einmal gesagt werden – für Österreichs Arbeitgeber!

Note: Sehr gut


Ditschitl lörning oder doch Bleistift



1,1 Millionen Kinder und Teens, darunter meine zwei, sollen "digital unterrichtet" werden. Dass ich nicht lache! Keine zehn Prozent der Lehrerinnen sind imstande, so etwas wie eine Konferenzschaltung herzustellen. Und 90 Prozent selbst der Mittelschüler verstehen unter "digital learning" vor allem SMS und YouTube-Schauen. Aber wie meinte Minister Faßmann: "Es geht auch mit Papier und Bleistift." Eh.

Note: 2.0 oder so


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