Österreich

Glattauer: Wenn der Lehrer mit der Schülerin...

Heute Redaktion
13.09.2021, 15:33

Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Wenn der Lehrer mit der Schülerin... Viele wollen nicht mehr Direktor sein. Und: Kindergarten: Stopp und Entschuldigung.

Wenn der Lehrer mit der Schülerin …

Und schon wieder: Roland P. erzählt mir, in der Klasse seiner Tochter, 16, in Wien, habe ein Lehrer mit einer Schülerin ein intimes Verhältnis.

Nachdem daraus nun ein offenes Geheimnis geworden sei (gemeinsam geplante Herbstferien), habe der Lehrer einzelnen Schülern der Klasse gedroht, er würde sie negativ abschließen, wenn sie "bei Lehrern und Eltern nicht den Mund hielten". Herr P., melden Sie den Fall der Ombudsstelle der Bildungsdirektion Wien.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Glattauer gibt Noten
Niki Glattauer ist seit 20 Jahren Lehrer in Wien, aktuell Direktor des "SZ-FIDS" in Meidling. Dazu hat er 13 Bücher geschrieben.
Jeden Montag vergibt er in einer Kolumne für "Heute" Schulnoten.

Alle seine Artikel finden Sie hier!

„Note: Pfui, Herr Lehrer“

Viele wollen nicht mehr Direktor sein

Sag ich's nicht? Laut Studie (ARGE Burnout) würde sich ein Viertel der Pflichtschuldirektoren nicht noch einmal für den Job bewerben. Hauptgrund ist die "Frustration über als sinnlos erlebte administrative Aufgaben", weiters "das Fehlen von Sekretariatskräften und Unterstützungspersonal". Liebe Damen und Herren Schulpolitiker, tut was, sonst steht ihr bald ohne Schulleitungen da!

„Note: Unbefriedigend“

Kindergarten: Stopp und Entschuldigung

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den Verein "Original Play", der Personen in Kindergärten bringt, die dort aus vermeintlich pädagogischen Gründen auf intime Weise "spielen, kuscheln und rangeln", hat man schnell reagiert.

So hat NÖ jede Zusammenarbeit mit dem Verein verboten, Wien auch für Privatkindergärten bis zur Klärung einen Stopp verfügt. In Wiens städtischen Kindergärten war "Original Play" erst gar nie erlaubt worden.

„Note: Sehr gut!“
„Glattauer: Nicht genügend“

"Ich bereue"

Man schreibt mir: Mit der Aussage: ‚Frau Dr. geht jetzt Naseputzen, Schuhe binden und Laternen basteln' haben Sie Ihrem Ruf als sehr guter Journalist keinen Gefallen getan. Erstens haben auch Elementarpädagoginnen eine fünfjährige Ausbildung mit Matura und jährlichen Weiterbildungen, zweitens einen Bildungsplan und Standards, an die sie sich zu halten haben. Wir finden Ihren Artikel beschämend!

Frau Kollegin, Sie haben recht. Ich wollte das Engagement der "Teach for Austria"-Akademikerinnen würdigen und habe tief in die Klischee-Kiste gegriffen. Natürlich wird in Kindergärten viel mehr getan als Nasen geputzt. Ich bereue.