Glaubt an dieses Österreich!

Bild: Lisi Niesner / Reuters
Sie gehört wohl zu den berühmtesten Reden der neueren österreichischen Geschichte: Leopold Figls Weihnachtsansprache 1945. Die Worte sind bekannt: "Ich kann euch zu Weihnachten nichts geben, kein Stück Brot, keine Kohle zum Heizen, kein Glas zum Einschneiden. Ich kann euch nur bitten: Glaubt an dieses Österreich!"
Sie gehört wohl zu den berühmtesten Reden der neueren österreichischen Geschichte: Leopold Figls Weihnachtsansprache 1945. Die Worte sind bekannt: "Ich kann euch zu Weihnachten nichts geben, kein Stück Brot, keine Kohle zum Heizen, kein Glas zum Einschneiden. Ich kann euch nur bitten: Glaubt an dieses Österreich!"

Heute haben wir alles: Essen, Wohnraum, sozialen Frieden und soziale Sicherheit. Aber bleibt das so? Viel Angst geht um, und leider nicht unbegründet. Damals, zu Figls Zeit, nach dem Krieg, begann der Wiederaufbau. Steht uns heute ein Abbau bevor: weniger Arbeitsplätze, weniger Kaufkraft, weniger Sozialleistungen? Und wenig Vertrauen in die Politik? Wohin geht unser Land? Selten war es so polarisiert wie in diesem Präsidentschaftswahlkampf. Wie wird es danach weitergehen? Wachsende Gräben? Eines ist sicher: Wer immer am Sonntag zum Bundespräsidenten gewählt wird, er wird der Bundespräsident aller Österreicherinnen und Österreicher sein müssen.

Er wird zusammenführen und verbinden müssen. Auch heute brauchen wir Figls Wort: "Glaubt an dieses Österreich! An das bewährte Miteinander! An das hilfsbereite Füreinander!" An die Offenheit für andere, nicht nur für die Touristen, die das Geld bringen, sondern auch für die Schutzsuchenden, die in echter Not sind. Eben haben wir einen neuen Bundeskanzler bekommen. Bald werden wir einen neuen Bundespräsidenten haben. Nur gemeinsam kann sich Österreich erneuern. Dafür bete ich. Dafür bitte ich ums Gebet!
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