Sie zählen zu den prominentesten Managerinnen des Landes. Belegen sie eine erfolgte Gleichberechtigung im Business? Mitnichten: Studien zeigen, dass es noch viel Aufholbedarf gibt.
In einer Reihe von österreichischen Unternehmen sitzen weibliche Top-Manager im Chefsessel. Sie sind prominent – auch, weil im Österreich des Jahres 2016 weibliche Führungskräfte nach wie vor noch nicht selbstverständlich sind. Laut aktuellem "Gleichstellungsindex Arbeitsmarkt", einer Analyse von AMS und WIFO, werden Frauen bei Position, Arbeitszeit und Einkommen hierzulande gerade 70 Prozent der Möglichkeiten geboten, die Männern offenstehen. (100 % würde tatsächliche Gleichstellung bedeuten.)
Und das, obwohl sie durchschnittlich über 118 Prozent der Bildung ihrer männlichen Konkurrenz verfügen. Plus: Die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen ist laut Eurostat (2014) in Österreich so groß wie in kaum einem anderen Land Europas. So verdienen Frauen im Schnitt brutto um 22,9 Prozent weniger als Männer. Kein Wunder also, dass das Thema "Weltfrauentag" hochaktuell ist – auch und gerade für "Chefinnen".