Goldgruber zu Gridling: "Nicht mimosenhaft sein"

Peter Goldgruber, Generalsekretär im Bundesministerium für Inneres im Rahmen des Polizeiballs der Landespolizeidirektion Wien, am Freitag 12. Jänner 2018, im Rathaus in Wien.
Peter Goldgruber, Generalsekretär im Bundesministerium für Inneres im Rahmen des Polizeiballs der Landespolizeidirektion Wien, am Freitag 12. Jänner 2018, im Rathaus in Wien.Bild: picturedesk.com
Peter Goldgruber richtet deutliche Worte in Richtung des suspendierten BVT-Chef, Peter Gridling. Er solle nicht mimosenhaft sein, wenn seriös ermittelt wird.
Der Generalsekretär im Innenministerium, Peter Goldgruber, äußerte sich am Samstag zur Suspendierung des BVT-Chefs Peter Gridling. Zur Erinnerung: Goldgruber soll es gewesen sein, der die Wiederbestellung Gridlings im Innenministerium zurückgehalten und stattdessen die umstrittene Hausdurchsuchung in die Wege geleitet hat.

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"Nicht mimosenhaft sein"

In Richtung Gridling sagte Goldgruber nun, dass man sich gefallen lassen müsse, dass untersucht wird: "Und da sollte man nicht sehr mimosenhaft sein, da wird ordentlich und seriös gearbeitet, da wird niemandem etwas jetzt irgendwo in die Schuhe geschoben, was nicht da ist."

CommentCreated with Sketch.8 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Pilnacek sieht es durchaus kritisch

Christian Pilnacek, Generalsekretär im Justizministerium, war am Samstag ebenfalls im Radio zu hören. In der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" äußerte er sich durchaus kritisch zur Aufregung rund um das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT).

"Ich wäre in Anbetracht der Umstände froh gewesen, hätte die Staatsanwaltschaft mit uns Rücksprache gehalten", sagt er. "Möglicherweise hätten wir Alternativen in Erwägung gezogen."

Pilnacek hätte jedenfalls nach Methoden gesucht, die weniger Aufsehen erregen, sagte er. Eine in den Raum gestellte Intrige oder politische Instrumentalisierung sei aber für die Staatsanwaltschaft unerheblich: "Wenn sich eine objektive Verdachtslage ergibt, und diese hat sich durch die Zeugenaussagen materialisiert, dann wäre es aus Sicht der Staatsanwaltschaft amtsmissbräuchlich, dieser nicht nachzugehen."

(red)

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