Goldschatz an Küste von verarmtem Fischerdorf gespült

Ein mysteriöser Goldschatz aber hat das Leben verarmter Dorfbewohner in einem Fischerdorf im Norden von Venezuela verändert.
Ein mysteriöser Goldschatz aber hat das Leben verarmter Dorfbewohner in einem Fischerdorf im Norden von Venezuela verändert.istock
An der venezolanischen Küste wurde ein Goldschatz angeschwemmt, der den Bewohnern eines verarmten Fischerdorfes eine unerhoffte Bescherung bringt. 

Die Lage in Venezuela ist kritisch. Die Lebensmittel sind knapp und teuer. Das lateinamerikanische Land leidet an einer andauernden Wirtschaftskrise und den Folgen der Coronavirus-Pandemie. Deswegen ist es umso märchenhafter, dass einen von der Krise geprägten Ort eine rätselhafte Hilfe ereilt: Die Bewohner des verarmten Fischerdorfes Guaca fanden einen Goldschatz. Niemand weiß, woher er stammt. Für die Menschen dort ist es ein himmlischer Segen.

Schatz bringt Gold und Hoffnung für das Dorf

Ciro Quijada, ein lokaler Fischereiarbeiter, der einen Goldring am Strand fand, sagte gegenüber der New York Times: „Das ist Gott, der seinen Willen durchsetzt.“ Erstmals entdeckte im September der Fischer Yohan Lares am Strand von Guaca ein goldenes Medaillon und ein Bild der Jungfrau Maria. Der Fischer erinnert sich: „Ich begann zu zittern und weinte vor Freude. Es war das erste Mal, dass mir etwas so Besonderes passiert ist.“ Er hatte etwas im Sand glänzen sehen. Nachdem er seinem Schwiegervater eilig von der Entdeckung erzählte, sprach sich der Fund unter den 2.000 Dorfbewohnern herum. Nach und nach haben auch andere der verarmten Einheimischen einen Schatz gefunden.

Erste Untersuchungen des Fundes liefern Hinweise darauf, dass der Schatz europäischen Ursprungs ist. Die am häufigsten vorkommenden Schmuckstücke waren Goldringe. Seit Mitte September wurden hunderte Schmuckstücke gefunden. Einige davon sind 1.500 Dollar wert - was für die Bewohner des Ortes eine ungeheure Summe ist. Die meisten hätten sie in Lebensmittel investiert. Viele Dorfbewohner wollen an ein Wunder glauben. Nicht immer war das Dorf arm gewesen. Einst war es ein Zentrum der Fischverarbeitungsindustrie, doch der Großteil der Sardinenlager mussten zusperren. Es sind nur mehr acht von 30 in Betrieb. Nun haben auch die Sardinen wieder an die Küsten gefunden und die Benzinversorgung hat sich verbessert.

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