Nach dem Hochwasser vom vergangenen Juni hat nun der Präsident des Golfclubs Donau im oberösterreichischen Feldkirchen den Verbund angezeigt. Er wirf konkret dem Donaukraftwerk Ottensheim vor, das Eferdinger Becken als Maßnahme gegen die Überschwemmungen absichtlich geflutet zu haben.
Der Präsident des Golfclubs Donau in Feldkirchen, Christoph Schilchegger, der nach dem verheerenden Hochwasser im Juni einen Schaden von 1,2 Mio. Euro beklagt, zeigte den Verbund wegen "Gemeingefährdung" bei der Staatsanwaltschaft an, berichtete die "Kronen Zeitung" (Sonntagausgabe).
In der vom Anwalt und FPÖ-Stadtrat in Wels, Andreas Rabl, eingebrachten Anzeige ist demnach von durch Kraftwerksbetreiber die Rede. Sie hätten damit - auf Kosten der Menschen dort - die Stadt Linz weitgehend vor der Flut geschützt. Die Anzeige richtet sich namentlich gegen den Verbund als Betreiber des Donaukraftwerks Ottensheim.
Der Verbund hatte bisher immer eine "absichtliche Flutung" des Eferdinger Beckens dementiert. Die Kraftwerke hätten die Wehrbetriebsordnung eingehalten. Die Pegelkurven würden zeigen, dass es keine sprunghaften, sondern nur kontinuierliche Anstiege gegeben habe. Zudem sei er seiner im Alarmplan geregelten Informationspflicht nachgekommen, er räumte allerdings eine E-Mail-Panne ein. Diese Nachrichten seien aber eine freiwillige Leistung des Verbunds gewesen.