Google-Browser blendet die Werbung aus

Google lässt nur mehr "gute" Werbung zu.
Google lässt nur mehr "gute" Werbung zu.Bild: iStock
Googles Chrome-Browser erhält heute ein Update mit einem speziellen Werbe-Filter. Er soll Werbung ausblenden.

Ab heute, dem 15. Februar, wird in Googles Chrome-Browser ein automatischer Ad-Blocker aktiviert. Findet der Blocker auf einer Website besonders aggressive Anzeigen, die die "Coalition for Better Ads" auf eine schwarze Liste gesetzt hat, gibt er dem Betreiber 30 Tage Zeit, sie zu entfernen.

Geschieht dies nicht, blendet der Browser die komplette Werbung automatisch so lange aus, bis die schlechte Werbung entfernt wurde. Diese "Coalition for Better Ads" wurde von Google gegründet, nebenbei bemerkt.

Keine großen Pop-Ups

Dem Inter-Giganten geht es offiziell darum, besonders aufdringliche Werbung, die User stört, abzudrehen. Gemeint sind Autoplay-Videos oder Pop-Ups, die alle anderen Inhalte am Bildschirm überdecken. Die Idee ist simpel: Blockiert man von vorneherein die wirklich nervige Werbung, dann installieren Chrome-Nutzer vielleicht keinen Adblocker, der dann wiederum die gute Werbung von Google blockiert.

Viel Werbung wird ab morgen wohl nicht von Chrome blockiert. Denn alleine schon die Ankündigung der Blockade hat offenbar große Wirkung gezeigt. Laut der Online-Marketing-Seite "Adzine" fanden sich im Juni 2017 noch auf 37 Prozent von 100.000 analysierten Websites aggressive Anzeigen, die auf der schwarzen Liste stehen. Am 5. Februar waren es nur noch 0,8 Prozent.

(GP)

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