Google Buzz: Gmail wird Facebook-Konkurrent

Der Internet-Gigant Google holt zum nächsten Schlag gegen die Konkurrenz aus: Heute startete der neue Service "Google Buzz", der die Konten von Gmail-Nutzern in ein soziales Netzwerk verwandelt.

Mit dem neuen Dienst Google Buzz können wie bei Facebook oder Twitter Nachrichten, Fotos oder Videos ausgetauscht werden. Nötig ist dafür allerdings ein Konto bei Googles E-Mail-Dienst Gmail.

Dabei gibt es aber zwei wesentliche Unterschiede zu: Mitteilungen sind nicht wie bei Twitter auf 140 Zeichen begrenzt, und Buzz sammelt den Freundeskreis automatisch aus den E-Mail-Adressen, was das Anfragen und Authorisieren von Kontakten überflüssig macht. Neue Benachrichtigungen von Buzz erscheinen im Gmail-Posteingang.

Erste Kritik an Buzz

Die letzten beiden Punkte brachten Google aber bereits Kritik auf diversen Blogs ein: Denn die Personen, mit denen man häufigen E-Mail-Verkehr pflegt, sind nicht zwangsläufig jene, mit denen man auch privat engen Kontakt haben möchte. Kevin Rose, Gründer des Internet-Dienstes Digg, monierte außerdem, dass sein Gmail-Posteingang ständig mit Buzz-Benachrichtigungen zugespamt werde. Das Abstellen dieser Funktion war nicht möglich, obwohl es dafür eine eigene Einstellung gibt.

Google hat bereits eigenes soziales Netzwerk

Google versuchte bereits 2004 mit seinem Dienst Orkut in den Markt der sozialen Netzwerke einzusteigen. Orkut stellt aber außer in Brasilien oder Indien keine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook dar. Microsoft und Yahoo haben heute übrigens Pressemitteilungen veröffentlicht, die darauf hinweisen, dass beide Unternehmen bereits seit Jahren ähnliche Funktionen wie Google Buzz bei ihren E-Mail-Diensten anbieten.

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