Google stellt neue Pixel 6 vor – mit "magischer" Kamera

Google hat seine neuen Smartphones Pixel 6 und Pixel 6 Pro vorgestellt. Sie kommen mit eigenem Chip, allerdings vorerst nicht nach Österreich.

Google hat am Dienstagabend die neuen, hauseigenen Smartphones Pixel 6 und Pixel 6 Pro vorgestellt. Angetrieben werden sie vom neuen Google Tensor – Googles erstem eigenen Prozessor. Die Geräte laufen auf Android 12 und sie sind laut Google "schnell, intelligent, sicher und passen sich individuell den Nutzerbedürfnissen an". Ein riesiges Upgrade bekam zudem die Kamera, sowohl auf Hardware-, als auch auf Software-Seite. Preise: ab 649 beziehungsweise 899 Euro.

Google hat seinen neuen Pixel-Smartphones auch einen neuen Look verpasst. Das Kameramodul hebt sich aus der Rückseite hervor und zieht sich über die gesamte Breite des Geräts. Damit heben sich die neue Pixel eindrucksvoll aus der immer ähnlicher aussehenden Konkurrenz-Masse hervor. Auch bei den Farben: Das Standard-Pixel gibt es in Schwarz, einem blau-grünlichem Farbton und einem blassrosa-cremefarbenen Modell, das Pro in Schwarz, Weiß und Hellgelb mit leicht orangem Streifen.

Große Displays und neue Chips

Das Pixel 6 verfügt über einen 6,4 Zoll großen Bildschirm (FHD+, 2.340 x 1.080 Pixel), das Pixel 6 Pro hat sogar ein 6,7 Zoll großes Display (QHD+, 3.120 x 1.440 Pixel), beim Pro wird dieser über eine variable Bildwiederholrate bis zu 120 Hertz verfügen. Im Inneren arbeitet der neue Google Tensor, laut Unternehmen seien die Smartphones damit um 80 Prozent leistungsfähiger als seine Vorgänger – mit technischen Daten hält sich Google jedoch bedeckt.

Tensor soll das Smartphone nicht nur besser schützen, sondern durch Maschinelles Lernen Funktionen wie den Bewegungsmodus, Scharfzeichner, verbesserte Sprachqualität für Videos und HDRnet für Videos bieten können. Außerdem gibt es einen hauseigenen Sicherheitschip namens Titan M2. Je nach Modell des Smartphones stehen dem Prozessor zudem entweder acht oder zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher beim Werken zur Seite.

Magische Kamera-Ausstattung

Die Kamera-Ausstattung verspricht, mit den Highend-Modellen anderer Hersteller mithalten zu können. Die Hauptkamera knipst mit 50 Megapixel, der um 150 Prozent mehr Licht einfangen soll. In beiden Modellen finden sich zudem neue Ultraweitwinkelobjektive (12 MP) mit größeren Sensoren. Beim Pro kommen auch noch ein Teleobjektiv (48 MP) mit 4-fach optischem Zoom und bis zu 20-fachen digitalen Zoom sowie eine Ultraweitwinkel-Frontkamera (11 MP) für 4K-Videos dazu. Beim Pixel 6 knipst vorne eine 8-MP-Selfie-Cam.

Eine neue Funktion durch den Tensor-Chip ist der "Magic Eraser": Die KI erkennt störende Objekte oder Personen in einem Foto und kann diese auf Wunsch einfach entfernen. "Face Deblur" wiederum soll verwaschene Aufnahmen vor allem von Gesichtern schärfen können und damit auch schnell geknipste Porträts retten können. Ein "Bewegungsmodus" kann zudem sich bewegende Objekte scharf knipsen und den Hintergrund der Aufnahme künstlerisch verschwimmen lassen.

Preiskracher vorerst nicht in Österreich

Stark dürfte auch die Akkuleistung der neuen Google-Smartphones ausfallen. Das Pixel 6 verfügt über einen 4.620 mAh Akku, das Pro gleich über 5.000 mAh. Schnelladen geht nun per USB-C-Kabel mit 30 Watt, kabellos mit 21 Watt beim Pixel 6 und 23 Watt beim Pixel 6 Pro. Ebenfalls neu: Ein Ladegerät wird nicht mehr mitgeliefert, es muss separat erworben werden. Außerdem gibt es 5G, Dual-SIM- und E-SIM-Unterstützung sowie Wifi 6 und einen Fingerabdrucksensor unter dem Display.

Mit einem IP68-Schutz hält das Gerät zudem Wasser und Staub Stand und soll fünf Jahre lang Sicherheitsaktualisierungen erhalten. Der interne Speicher ist je nach Modell 128 beziehungsweise 256 Gigabyte groß und nicht erweiterbar. In besonderen Märkten wie den USA soll es auch ein Gerät mit 512 GB Speicher geben. Apropos besondere Märkte: Auch wenn das Google Pixel 6 einen absoluten Preiskracher darstellt, wird es vorerst nicht in Österreich erscheinen. Interessenten müssen es sich wohl über Umwege, etwa den deutschen Google Store holen. Starttermin: 28. Oktober.

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