Im Vorfeld des Champions-League-Schlagers gegen Barca war von Kabinen-Ärger und dicker Luft bei den Bayern zu hören. Leon Goretzka schien den Stammplatz beim deutschen Rekordmeister an ÖFB-Star Marcel Sabitzer verloren zu haben, damit nicht einverstanden zu sein.
Dann der Königsliga-Hit am Dienstagabend. Bayern müht sich im eigenen Stadion in Halbzeit eins, geht mit einem glücklichen 0:0 in die Kabine, kommt ohne Startelf-Sabitzer wieder heraus. Goretzka erbt seinen Platz im Mittelfeld und bringt die Wende mit sich. Mit dem DFB-Teamspieler siegen die Münchner souverän mit 2:0.
Dann verschafft Goretzka seinem Ärger Luft: "Ich habe mir vorgenommen, nichts dazu zu sagen. Aber …"
Er will es sich nicht länger verkneifen: "Ich kann nicht anders: Ich fand, es war unter der Woche nicht in Ordnung. Da ist ein Satz von mir völlig deplatziert verwendet worden. Ich habe überhaupt kein Problem mit dem Trainer. Nach der Verletzungspause war es klar, dass ich nicht wieder sofort anfange. Sabitzer hat das super gemacht. Die ganzen angeblichen Probleme in der Kabine sind derart konstruiert, dass mich das echt ärgert. Wir verstehen uns gut in der Mannschaft, da gibt es keine Probleme."
Nachsatz: "Wir haben einen guten Kader und viele Spieler mit Potenzial für die Startelf. Daher ist es normal, dass wir einen gesunden Konkurrenzkampf haben."
Also keine Spur von Neid und Missgunst – Goretzka lobt Kollege Sabitzer namentlich. Ruhe wird damit zumindest nach außen vorerst wohl kaum einkehren. Der Kampf um das Stammleiberl neben dem gesetzten Joshua Kimmich wird weiter spannend zu beobachten sein. Im Vorjahr gab es für Sabitzer kein Vorbeikommen. Heuer steht er bei Trainer Julian Nagelsmann bisher hoch im Kurs. Goretzka sammelt gegen Barca ordentlich Pluspunkte …