Familie hat kein Geld um toten Sohn heimzuholen

Julius M. (†22) aus Deutschland kam bei dem Frontalcrash im Gotthard ums Leben. Seine Angehörigen können sich die Überführung der Leiche nicht leisten.

Bei der Frontalkollision im Gotthard-Tunnel sind am Mittwoch zwei Personen ums Leben gekommen. Am Steuer des verunfallten Lastwagens saß ein 78-jähriger Obwaldner. Das zweite Todesopfer stammt aus Lörrach (D).

Die Leiche soll laut dem Wunsch der Mutter und der Geschwister des Verstorbenen für eine Bestattung nach Deutschland überführt werden, wie die "Badische Zeitung" schreibt. Doch dafür müssten die Angehörigen 7.000 Franken (rund 6.430 Euro) zahlen.

Leiche soll eingeäschert werden

Tun sie dies nicht bis spätestens am Montag, werde die Leiche des jungen Mannes in der Schweiz eingeäschert. In den sozialen Medien sammeln nun Familie und Freunde des Lörrachers Geld, weil die Angehörigen mit der Summe überfordert seien. Auch das Kreiskrankenhaus Lörrach sammle Spenden. Der junge Fahrer hatte dort eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht.

Im Auto des Unfallfahrers saßen laut der Kantonspolizei Uri noch vier weitere Personen, zwei Frauen und zwei Männer. Sie wurden verletzt und mit Ambulanzen und zwei Helikoptern der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega ins Krankenhaus gebracht. (oli)

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