Österreich

Grabräuber empören Innenministerin Mikl-Leitner

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:45

Zwei tschechische Grabräuber hatten im Sommer 2013 für Entrüstung bei der Weinviertler Bevölkerung und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner gesorgt.

Ein tschechisches Diebespärchen hatte im Sommer 2013 für gewaltige Unruhe in der Weinviertler Bevölkerung gesorgt. Das Duo hatte sich auf Buntmetalle auf Friedhöfen spezialisiert – neben Kreuzen und Statuen nahmen sie auch 593 Vasen mit. Dabei plünderten sie auch Gräber am Stronsdorfer Friedhof – dem Ort des Familiengrabes von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

Auf Hochdruck ermittelten die Beamten, am 16. August 2013 konnten die Verdächtigen in Laa verhaftet werden – dementsprechend groß war die Erleichterung bei der Ministerin. Dafür mussten sich Josef P. (42) und Pavlina O. (21) am Mittwoch in Korneuburg vor Gericht verantworten. Der Gesamtschaden durch die "Grabräuber": 93.000 Euro.

"Die Beute verscherbelten wir bei Schrotthändlern", flüsterten die geständigen Angeklagten. Richter Franz Furtner verdonnerte Josef P. zu zwei Jahren unbedingter Haft. Komplizin Pavlina O., damals erst 20 Jahre, kam wegen ihres jungen Alters mit milden 18 Monaten bedingter Haft davon (die Urteile sind nicht rechtskräftig).

Im Oktober schnappeten burgenländische Polizisten beim Grenzübergang Nickelsdorf.

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