Der freche Slowake sagt in einem Bekennerschreiben, dass er 2002 die Gräber von Johann "Schani" Strauss Junior und Johannes Brahms geplündert habe. Aus den Gräbern stahl der Grabräuber die Zähne der weltberühmten Musiker, um sie in einem Museum in Tschechien auszustellen.
Der freche Slowake sagt in einem Bekennerschreiben, dass er 2002 die Gräber von Johann "Schani" Strauss Junior und Johannes Brahms geplündert habe. Aus den Gräbern stahl der Grabräuber die Zähne der weltberühmten Musiker, um sie in einem Museum in Tschechien auszustellen.
Seine Beute präsentiert der Slowake stolz und ohne Genierer auf einer Internetseite. Nun ermittelt - endlich - die Staatsanwaltschaft Wien wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung an Gräbern.
2009 wurden Ermittlungen eingestellt
Schon 2008 wurde ermittelt, damals waren die Taten aber bereits verjährt. "2009 wurden damals die Ermittlungen eingestellt. Derzeit wird aber eine aktuelle Anzeige überprüft, nachdem neue Fakten hinzugekommen sind", sagte Behördensprecher Thomas Vecsey.
Wird Zentralfriedhof zum Selbstbedienungsladen?
Zusätzlich zu Strauss und Brahms sollen auch andere Gräber gepündert worden sein. Hierbei handelt es sich laut Vecsey nicht um letzte Ruhestätten von Prominenten.
Bekennerschreiben ignoriert
Zur ersten Anzeige kam es 2008, nachdem damals die "Bestattung und Friedhöfe GmbH" in Wien einen mysteriösen Brief mit einem Foto, das den Slowaken mit Totenschädeln zeigt, erhalten hatte. Darin soll der Grabräuber mit seinen Taten geprahlt haben. "Wir bekommen öfter einmal Schreiben, die nicht ernst zu nehmen sind", sagte Keusch. Zwar wurde die Staatsanwaltschaft kontaktiert, aber als man die Gräber begutachtete fand man sie "in gutem Zustand und augenscheinlich nicht beschädigt vor". Daraufhin wurde der Fall nicht weiter bearbeitet.
APA/red.