Graffiti-Sprayer bei U4-Station schwer verletzt

Bild: Polizei
Zwei mutmaßliche Graffity-Sprayer sind in der Nacht auf 24. April am Bahnhof Hütteldorf beim Besprühen eines U-Bahn Waggons ertappt worden. Mitarbeiter der Wiener Linien konnten einen der beiden Männer anhalten, der zweite flüchtete. Der 28-Jährige wurde vom Wachzimmer schließlich mit einer schweren Kopfwunde in ein Spital gebracht. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu der Verletzung kam.


Als die Männer gegen zwei Uhr Früh merkten, dass sie ertappt worden sind, versuchten sie zu flüchten und rannten über die Schienen, so Daniel Amann von den Wiener Linien gegenüber Heute.at. "An sich schon ein lebensgefährliches Unterfangen". Einer der beiden sei dabei zweimal gestürzt und sich dabei verletzt.

Der Verletzte, der sich laut Polizei am Dienstag immer noch in Lebensgefahr befand, habe bei seiner Einvernahme angegeben, er sei durch einen Stein verletzt worden. Stein sei keiner geflogen, so die Wiener Linien. Der 28-Jährige wies auch Verletzungen an Knien und Händen auf.

Die Wunde am Kopf könnte zu einem Sturz auf eine der Schrauben passen, mit denen die Schienen fixiert sind, hieß es im vorläufigen Polizeibericht. Ein entsprechender Abdruck einer solchen Schraube sei laut Ärzte auch klar erkennbar gewesen.

Ärzte stellten Schädelbasisbruch fest

Die Wunde am Kopf sah offenbar an Ort und Stelle und im Dunkeln nicht so dramatisch aus: Der 28-Jährige gab sofort zu, dass er den Waggon beschmiert habe und lehnte es ab, von einer Rettung versorgt zu werden. Seine Angaben seien vertändlich gewesen. Erst später auf der Polizeiinspektion während der Einvernahme habe sich sein Zustand so offensichtlich verschlechtert, dass ein Transport ins Wilhelminenspital veranlasst wurde. Dort wurde ein Schädelbasisbruch festgestellt, die stationäre Aufnahme erfolgte kurz vor 5.00 Uhr. Später wurde der Patient auf eine Spezialstation in der Rudolfstiftung verlegt. Er ist operiert worden und befindet sich seither im künstlichen Tiefschlaf und in Lebensgefahr.

Der durch die Graffiti-Schmierereien verursachte Schaden liegt laut Polizei bei rund 10.000 Euro. Der zweite Täter sei über die Kabeltrasse geflohen und entkommen. Von ihm fehlt jede Spur.
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