Grammy-Gewinner Talay Riley wurde am 5. Juni gegen 9 Uhr morgens mit Stichwunden im Garten eines Wohnhauses im Osten von London aufgefunden. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.
Ein weiteres Opfer des Angriffs, ein Mann in seinen Zwanzigern, erlitt ebenfalls Stichverletzungen. Die Polizei gab an, dass seine Verletzungen nicht lebensbedrohlich seien. Er wurde im Krankenhaus behandelt. Laut Medienberichten ermittelt die Londoner Metropolitan Police wegen Mordes. Drei Personen wurden bereits festgenommen.
Rileys jüngerer Bruder Michael Orabiyi, der als Songwriter unter dem Namen Scribz Riley bekannt ist, schrieb auf Instagram: "Er hatte eines der reinsten Herzen, die ich je kennengelernt habe. Er liebte tief, gab großzügig und berührte unzählige Menschen durch sein Talent, seine Güte und seinen Geist."
Der getötete Musiker, mit bürgerlichem Namen Mark Orabiyi, wurde am 10. Juli 1990 in London geboren. Sein Durchbruch gelang ihm 2009 mit Songs für das Debütalbum des Grime-MCs Chip.
Seinen größten Erfolg feierte Riley als Songschreiber für andere Künstler. Seinen Grammy gewann er für H.E.R.s "Lights On" – der Track erschien auf deren Debütalbum von 2017, das bei der 61. Grammy-Verleihung als bestes R&B-Album ausgezeichnet wurde.
Zu seinen Erfolgen zählen auch Dua Lipas "Last Dance", Britney Spears' "Clumsy", Khalids "Young Dumb & Broke", Jessie J's "Who's Laughing Now", Jason Derulos "If It Ain't Love" und Nick Jonas' "Levels".