Österreich

Granate im Unterricht: Schüler angezeigt

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:58

Zu motiviert: Ein 14-Jähriger wollte zum Thema "Zweiter Weltkrieg" ein Mitarbeitsplus bekommen - und nahm eine Handgranate ins Klassenzimmer mit! Zwei Schulen mussten evakuiert werden, dem Jugendlichen droht nun eine Anzeige nach dem Waffengesetz.

Zu motiviert: Ein 14-Jähriger wollte zum Thema "Zweiter Weltkrieg" ein Mitarbeitsplus bekommen – und nahm eine Handgranate ins Klassenzimmer mit! Zwei Schulen mussten evakuiert werden, dem Jugendlichen droht nun eine Anzeige nach dem Waffengesetz.

Schrecksekunde für die Schüler in der Mittelschule Knöllgasse (Favoriten): Um sich seine Note zu verbessern, buddelte ein Jugendlicher eine Handgranate in Rumänien aus und nahm die Waffe am Montag in den Unterricht mit! Er ging davon aus, dass die Granate nicht scharf ist, weil sie ihnen hohl ist.

"In der Früh ist der Schüler mit einem Plastiksackerl zur Geschichtslehrerin gegangen, in der er die Granate hatte – und hat sie ganz stolz hergezeigt. Die Lehrerin ist dann total zittrig zu mir gekommen und hat mir das Sackerl gegeben. Ich hab’ sofort die Schule evakuieren lassen und auch gleich die Volksschule nebenan verständigt", so Direktorin Birgit Fischer zu "Heute".

Insgesamt 600 Schüler strömten aus den Klassenzimmern, retteten sich ins Freie. Der Entminungsdienst des Bundesheeres rückte aus und stellte fest: Die Granate stammte aus dem Zweiten Weltkrieg und war nicht mehr scharf!

"Der Schüler wollte sich halt ein Plus verdienen, weil sie in Geschichte derzeit das Thema ,Zweiter Weltkrieg‘ durchnehmen. Er hat sich halt dabei nichts gedacht", erzählt Fischer.

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