Im Zusammenhang mit dem Handgranatenmord am 11. Jänner in Ottakring sind weitere brisante Details ans Tageslicht gekommen. Der Hauptverdächtige Kristijan H. wollte den Anschlag ursprünglich in Salzburg durchführen. Sein Vater soll die Tatwaffe besorgt haben. Noch vor Ostern sollen alle drei Verdächtigen erneut vernommen und mit den jüngsten Beweisergebnissen konfrontiert werden.
erneut vernommen und mit den jüngsten Beweisergebnissen konfrontiert werden.
Kristijan H. hat zugegeben, das Attentat auf Zlatko N. von langer Hand geplant zu haben. Ursprünglich hätte es in Salzburg stattfinden sollen. Doch der in der Nähe der Stadt Salzburg wohnhafte Kristijan N. bekam kalte Füße und befürchtete, man könnte bei der Suche nach dem Täter auf ihn kommen. Daher dürfte er den Tatort nach Wien verlegt haben.
Auch in der Frage nach der Tatwaffe hat Kristijan H. seine Meinung geändert. Er soll ursprünglich die Absicht gehabt haben, Zlatko N. mit einer selbst gebastelten Fünf-Kilo-Rohrbombe ins Jenseits zu befördern, die wurde. Da er fürchtete, dass auch unbeteiligte Passanten zu Schaden kommen könnten, kam er davon ab.
Vater und Schwester spielten offenbar größere Rolle
Sein Vater soll ihm dann die haben. Er soll beim Verschwindenlassen der Pistole, mit der Zlatko N. erschossen wurde, dabei gewesen sein. Nicht nur beim Besorgen der Granate soll Kristijan H. von seinem Vater Hilfe erfahren haben: Dieser war laut Aussage des 34-Jährigen angeblich auch dabei, als sich Kristijan H. mit der Smith& Wesson, mit der dieser insgesamt drei tödliche Schüsse auf Zlatko N. abgefeuert haben soll, sowie der zusätzlich vorhandenen Kalaschnikow auf die Brigittenauer Brücke begab und die Waffen dort in der Donau versenkte.
Die 42-jährige Schwester des Verdächtigen, die sich als mögliche Beitragstäterin ebenfalls in U-Haft befindet, soll für ihren Bruder in ihrer Wohnung eine Sporttasche mit einer Kalaschnikow aufbewahrt haben. Außerdem reservierte sie dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge für den Drittbeschuldigten Dejan V. (29) unter einem falschen Namen ein Zimmer im Nobel-Hotel Hansen Kempinski in der Wiener Innenstadt.
Hauptverdächtiger belastet Dejan V.
Weshalb Dejan V. eigens nach Wien reiste, sich in die Odoakergasse begab und bei der Explosion zugegen war - er wurde dabei selbst verletzt, weil er sich nicht weit genug vom Auto entfernt hatte -, ist derzeit unklar. Der gebürtige Serbe hat gegenüber der Polizei behauptet, er wäre aus langjähriger Freundschaft zu Kristijan H. mitgekommen, der seine Hilfe erbeten habe. Er habe aber nicht gewusst, auf was er sich dabei einließ. Kristijan H. soll allerdings in einer von bisher drei polizeilichen Einvernahmen den 29-Jährigen belastet haben.
Zlatko N. soll mit Kristijan H. in großem Stil abgewickelt haben und diesen zusehends und immer stärker unter Druck gesetzt haben, weil ihm der 34-Jährige angeblich einen sechsstelligen Euro-Betrag schuldete.