Vier Tanztempel in unmittelbarer Nähe machen die kleine Gemeinde Bergland im Bezirk Melk zum beliebten Ausflugsziel für Partytiger. Doch in jüngster Zeit häufen sich Unfälle, bei denen Fußgeher durch Autos verletzt werden. Der Grund: Zwischen den Discos liegen stark befahrene Straßen, Schutzwege werden selten benutzt.
Bis zu 1000 Partygäste kommen jedes Wochenende in die vier Diskotheken. Viele von ihnen wechseln diese mehrmals in der Nacht und müssen dabei stark befahrene Straßen überqueren. Der Umweg zu entfernt liegenden Zebrastreifen wird dabei häufig vermieden.
Daher häufen sich die Zwischenfälle. Tragischer Höhepunkt: Ein 25-jähriger Fußgeher wurde vor zehn Tagen von einem Pkw erfasst und tödlich verletzt. „Diese gefährliche Situation muss entschärft werden. Entweder mit einer Über- oder Unterführung oder einem Schutzweg mit Ampelregelung“, fordert Oswald Grandl, Bezirksvorsitzender der Jungen Generation Melk – und beißt dabei bei Franz Wieser, Ortschef von Bergland, auf Granit.
„Da ist Erziehungsarbeit nötig! Die Besucher sollen den Schutzweg beim 100 Meter entfernten Kreisverkehr nutzen. Wir werden Absperrungen errichten, damit sie nicht mehr den direkten Weg einschlagen können. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht“, so Wieser.