Gratis-Internet der ÖBB erzürnt die Schweizer

In Österreich wird allzu oft über die Bundesbahnen (ÖBB) geschimpft, dabei können sich unsere Schweizer Nachbarn noch etwas von uns abschauen. Dass die ÖBB ab Dezember anfängt, die ihre Railjets mit Gratis-Internet auszurüsten, verursacht Kritik bei den Kunden der Schweizer Bundesbahnen (SBB). Dort warten Pendler auf WLAN noch Jahre - und kosten könnte es außerdem etwas.

Ab 11. Dezember wollen die ÖBB die ersten fünf mit Gratis-Wlan ausgestatteten Railjet-Züge auf der Strecke Wien-Salzburg anbieten, bis Ende 2012 sollen alle 51 Railjets und weitere Strecken mit kostenlosem Internet in der 1. und 2. Klasse ausgerüstet sein. In der Schweiz rüstet die Postauto AG ab 2012 1500 Busse mit Gratis-Wifi-Internet aus. Doch bei der Schweizer Bahn tut sich in punkto Internetanbindung wenig.

Erst 2014 rüsten die SBB die 2. Klasse mit Internet aus - doch für den Dienst könnte der Bahnkunde zahlen müssen. Die Entscheidung darüber soll Mitte 2012 fallen, berichtet 20min.ch und stellt die Frage, warum die Aufrüstung in der Schweiz so lange dauert. Weil es eine große technische Herausforderung sei, schnelles WLAN für bis zu 1100 Passagiere in fahrende Zügen anzubieten, erklären die Verantwortlichen. Derzeit sei man dabei, Züge mit der - allerdings langsameren - 3G-Technik UMTS auszurüsten.

Wenig Verständnis haben dafür die Schweizer Bahnkunden, die auf den Technik-Vorteil der ÖBB verweisen. Dem nicht genug, erhitzt die Gemüter, dass den Datenverkehr in der SBB auch mit der langsameren Internetverbindung die Fahrgäste zahlen müssen.

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