Politik

Gratis-Nachhilfe: Vorarlberger SPÖ folgt Doskozils Plan 

5,2 Millionen Euro gaben Vorarlbergs Eltern dieses Schuljahr für Nachhilfe aus. Die SPÖ fordert darum nun eine kostenlose Lernunterstützung. 
Heute Redaktion
29.06.2023, 16:08
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Schätzungen gehen davon aus, dass Vorarlbergs Eltern alleine in diesem Schuljahr 5,2 Millionen Euro für Nachhilfe aufwenden mussten. Etwa ein Drittel aller Schüler bzw. deren Eltern sind davon betroffen. Durch die Inflation sind auch diese Kosten im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen. 

Burgenland finanziert kostenlose Unterstützung

Ab kommendem Schuljahr finanziert das Land Burgenland Pflichtschülern, die Unterstützung brauchen, eine kostenlose Nachhilfe, wie Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am Montag ankündigte. Schüler, bei denen in Mathematik, Deutsch, Englisch oder den Minderheitensprachen die Gefahr einer negativen Beurteilung besteht, sollen demnach nicht mehr für Nachhilfe-Stunden bezahlen müssen. Hierfür werden 32 zusätzliche Lehrer beschäftigt und zwei Millionen Euro investiert. 

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Diesem Plan möchte die SPÖ Vorarlberg jetzt folgen und das Modell an die konkrete Situation in Vorarlberg anpassen. Ein entsprechender Antrag für diese Forderung soll am Donnerstag an den Landtag eingebracht werden. 

121 Millionen Euro für Nachhilfe 

Allein im Schuljahr 2022/23 haben Familien österreichweit insgesamt 121,6 Millionen Euro für private Nachhilfe ausgegeben, wie eine Studie der Arbeiterkammer zeigt. Dieser Betrag ist durch die Inflation sogar um 18,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

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Ziel der SPÖ Vorarlberg ist es deshalb, Kindern einen unkomplizierten Zugang zu Nachhilfe zu ermöglichen und deren Eltern von den hohen Kosten zu entlasten. Durch diese Unterstützung soll Pflichtschülern der Weg in einen Beruf oder eine Lehre geschaffen werden.

"Bildung darf nicht vom Kontostand der Eltern abhängen"

Die Junge Generation in der SPÖ Vorarlberg unterstützt die Forderung des SPÖ-Landtagsklubs. Die beste Bildung sei in Vorarlberg noch immer ein Privileg derer, die sich den Besuch teurer Privatschulen und Nachhilfestunden leisten können, so Elias Wehinger, Landesvorsitzender der Jungen Generation Vorarlberg. Bildung sei ein Rechtsanspruch und dürfe nicht vom Kontostand der Eltern abhängen.

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"Wessen Eltern nicht über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, hinken systematisch hinterher. Dies belaste auf längere Sicht den Arbeitsmarkt, weil schlussendlich nicht genügend Fachkräfte für offene Stellen vorhanden sind", betont Wehinger.

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