Grausamer Banden-Mord schockiert die USA

Ein MS-13-Mitglied, das nach einer Party in El Salvador verhaftet wurde.
Ein MS-13-Mitglied, das nach einer Party in El Salvador verhaftet wurde.Bild: Reuters
Die besonders abscheuliche Vorgangsweise bei einem Mord in den USA deutet auf die Gang "Mara Salvatrucha" (MS-13) hin.

Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, fanden Polizisten in Wheaton, Maryland im September das Opfer eines besonders brutalen Mordes. Die Leiche wurde in einem Park verscharrt.



Dem Mann wurde der Kopf abgetrennt und das Herz aus der Brust geschnitten. Mehr als 100 Messerstiche zählte der Leichenbeschauer. Bis heute konnte das Opfer nicht identifiziert werden.

Mara Salvatrucha unter Verdacht

In Sachen Tatverdacht war der Polizei aber schnell klar: Die Vorgehensweise deutet auf die berüchtigte kriminelle Bande "MS-13" oder "Mara Salvatrucha" hin.

Ein 19-Jähriger sitzt derzeit in Untersuchungshaft. In der Anklageschrift steht aber, dass bis zu zehn Menschen an dem Mord beteiligt gewesen sind. Auch glaubt die Staatsanwaltschaft, dass die Tat wochenlang vorbereitet wurde.

Was ist "MS-13"?

Die verrufene Gang "Mara Salvatrucha" oder "MS-13" gilt als aggressiver und gewaltbereiter als die meisten anderen Banden. Bandenmitglieder tragen auffällige Tätowierungen (auch im Gesicht) und benutzen eine eigene Zeichensprache.

Sie wurde in den 1980er-Jahren von jungen Einwanderern aus El Salvador in Los Angeles gegründet. Die USA, El Salvador, Mexiko, Guatemala und Honduras sind bis heute die Länder, in denen die Bande am stärksten vertreten ist.

Drogenkrieg in Mexiko

"MS-13" ist auf Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen spezialisiert. Bandenmitglieder werden aufgrund ihrer berüchtigten Brutalität auch gerne von Drogenkartelle rekrutiert, um im anhaltenden Drogenkrieg in Mexiko zu kämpfen.

Allein in den USA soll sie etwa 10.000 Mitglieder haben, darunter Einwanderer aus Lateinamerika aber auch viele US-Bürger.

Die Bundesstaaten Kalifornien, Texas, New York (Bundesstaat), New Jersey, Maryland, North Carolina, Tennessee, Alabama, Virginia und Massachusetts sind am stärksten betroffen. Die weltweite Mitgliedszahlen werden auf 50 - 100.000 geschätzt. (red)

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