Welt

Grausiger Frauenarzt filmt Patientinnen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:30

Die Staatsanwaltschaft in Dortmund ermittelt gegen einen Frauenarzt, der mit Mini-Kameras in einer Armbanduhr und einem Kugelschreiber heimlich intime Fotos und Videos von Patientinnen aufgenommen haben soll.

Bisher erstatten neun Frauen Anzeige. Die Auswertung des Praxis-Computers sowie zahlreicher CDs und DVDs soll nun Aufschluss darüber geben, ob möglicherweise eine noch größere Zahl von Frauen betroffen ist. Die Ermittler gehen davon aus, dass es noch mindestens drei weitere Geschädigte gibt.

"Es gibt einen Wust von Datenträgern", sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Deren Auswertung werde nach Einschätzung der Polizei womöglich noch bis September dauern.

"Paparazzi-Paragraf"

Gegen den 41-jährigen Gynäkologen wird den Angaben zufolge seit Juni wegen "Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen" ermittelt. Der entsprechende Paragraf 201 a des deutschen Strafgesetzbuches wird auch "Paparazzi-Paragraf" genannt.

Die neun Frauen, die Anzeigen erstatteten, hatten sich laut Staatsanwaltschaft auf Aufnahmen identifiziert, die der Frauenarzt an drei Tagen im Oktober 2010 und im April 2012 aufgenommen haben soll. Anhand von Praxisunterlagen hatte die Polizei die an diesen Tagen behandelten Patientinnen ausfindig gemacht.

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