Brandanschläge in Graz – Verdächtiger (45) in Haft

In Graz sind Mittwochvormittag vier Brandanschläge verübt worden. Ein verdächtiger Mann wurde festgenommen. Das Motiv soll im "privaten Bereich" liegen.
Die Serie der Brandanschläge begann laut Polizei kurz vor 10.30 Uhr im Bezirksgericht West. 20 Minuten später dann der zweite Anschlag im Grazer Rathaus.

Um 11.11 Uhr schlug der mutmaßliche Täter, ein 45-jähriger Iraker, in der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung zu, bevor er sechs Minuten später den Hauptbahnhof aufsuchte und dort erneut Feuer legte.

In der Schalterhalle des Bahnhofs konnte er schließlich von der Polizei festgenommen werden. Das Motiv des Tatverdächtigen war vorerst völlig unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Es dürfte aber im "privaten Bereich" liegen, so die Polizei.

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Wie "ORF Steiermark" berichtet, soll dem gebürtigen Iraker, der im Bezirk Graz-Umgebung wohnt, erst am Dienstag von den Behörden ein Kind entzogen worden sein. Am Nachmittag wurde der Verdächtige einvernommen.

Zum derzeitigen Ermittlungsstand gehen die Beamten von einem Einzeltäter aus, eine Fahndung bleibe aber zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 17.30 Uhr) weiterhin aufrecht.

Der mutmaßliche Täter befindet sich nach Informationen der Polizei weiterhin in Haft. Er soll an den vier Tatorten brandbeschleunigende Flüssigkeiten entzündet haben. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Eine ÖBB-Securitymitarbeiterin wurde beim Festhalten des Tatverdächtigen verletzt. Ansonsten gibt es keine Meldungen über weitere verletzte Personen.

Alle aktuellen Entwicklungen von den Brandanschlägen in Graz lesen Sie in unserem Live-Ticker.

(rfr/wil)

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