Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) hat am Montag ein neues Sicherheitspaket vorgestellt. Poller und Anti-Terror-Möbel sollen wichtige Plätze schützen.
Gemeinsam mit dem steirischen Landespolizeidirektor Gerald Ortner und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) stellte der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) am Montagabend seinen Plan für ein sichereres Graz vor.
Anti-Terror-Möbel und Poller sollen dabei helfen. Die baulichen Maßnahmen werden rund 590.000 Euro kosten. Erste Ziele der Umgestaltung: der Lendplatz, der Kaiser-Josef-Platz, die Sporgasse und die Hofgasse.
Seit der Grazer Amokfahrt vom 20. Juni 2015 machen sich die Stadtchefs Gedanken, wie man die Sicherheit auf neuralgischen Straßen und Plätzen verbessern und solche Taten in Zukunft verhindern kann.
Design und Schutz
Architekt DI Norbert Müller entwarf die Möblierung, die gleichzeitig Sitzgelegenheit und Anti-Terror-Maßnahme sein soll. "Security by design" nennt er das. In seinen Visualisierungen (siehe Diashow oben) sind Betonblöcke zu sehen, die auch als Sitzgelegenheit genutzt werden können.
Lendplatz
Am Lendplatz sollen 2,5 Tonnen schweren Granitelemente platziert werden, die fix im Boden verankert werden. Zusätzlich sollen neue Bäume gepflanzt werden.
Auch am Kaiser-Josef-Platz, auf dem wochentags Marktbetrieb herrscht, sollen neue Bäume und Sitzgelegenheiten als Hindernis fungieren. Ein gezieltes Einfahren mit hohem Tempo soll dadurch verhindert werden.
Sporgasse
In der berühmte Sporgasse sollen gemauerte Bereiche und wieder eine Baumreihe die Zufahrten schützen. Zudem kommen auch versenkbare Poller zu Einsatz. Das Einfahren soll danach nur noch von unten hinauf möglich sein, lediglich Einsatzorganisationen sollen einen eigenen Schlüssel haben.
Die Poller sollen auf der Höhe Ballhausgasse und in der Hofgasse installiert werden. Alle Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden. (red)