Die menschlichen Gedärme, die eine Marokkanerin am Flughafen Graz in Plastikschüsseln verpackt bei sich hatte, werden nun in der Uniklinik Graz untersucht. Die Frau hatte die Körperteile untersuchen lassen wollen, weil sie vermutet, ihr Gatte sei vergiftet worden. DieUniklinik analysiert nun aber vor allem den "sanitätspolizeilichen" Aspekt.
Die menschlichen Gedärme, die eine Marokkanerin am Flughafen Graz in Plastikschüsseln verpackt bei sich hatte, werden nun in der Uniklinik Graz untersucht. Die Frau hatte die Körperteile untersuchen lassen wollen, weil sie vermutet, ihr Gatte sei vergiftet worden. DieUniklinik analysiert nun aber vor allem den "sanitätspolizeilichen" Aspekt.
Strafrechtliche Folgen muss die Frau wegen des unerlaubten Mitführens der Körperteile ihres verstorbenen Gatten zumindest nicht befürchten. "Die Kollegen haben den Fall abgeklärt - mit dem Ergebnis, dass der Vorfall strafrechtlich nicht relevant ist", sagte Poizeisprecher Leo Josefus dem ORF.
"Wir bekommen durchaus immer wieder organisches Material von Pathologien aus dem Ausland zur Begutachtung", sagte der Leiter des Pathologieinstituts Gerald Höfler dem ORF. "Normalerweise wird das Material aber direkt von der obduzierenden Stelle zu uns geschickt und nicht über Privatpersonen. Das ist schon unüblich", meinte er.
Das Material sei laut Höfler jedenfalls "fachgerecht in Formalin fixiert gewesen und sehr sachkundig verpackt" gewesen. Die Diagnose der Ärzte in Marokko - ein Darmverschluss - scheint den Pathologen in Graz zudem "aus Erste durchaus plausibel".