Nach einem Mega-Erfolg für die KPÖ und deutlichen Verlusten für ÖVP, SPÖ und Grüne geht die Grazer ÖVP nach den Gemeinderatswahl am Sonntag auf Mehrheitssuche. Nach dem 20-Prozent-Erfolg der Kommunisten und der Schlappe der Volkspartei von Bürgermeister Siegfried Nagl auf nur noch 33,48 Prozent haben nur diese beiden Parteien gemeinsam eine Mehrheit für eine - eher unwahrscheinliche - Zweierkoalition.
Nach einem nach den Gemeinderatswahl am Sonntag auf Mehrheitssuche. Nach dem 20-Prozent-Erfolg der Kommunisten und der Schlappe der Volkspartei von Bürgermeister Siegfried Nagl auf nur noch 33,48 Prozent haben nur diese beiden Parteien gemeinsam eine Mehrheit für eine - eher unwahrscheinliche - Zweierkoalition.
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Nagl rechnet angesichts der künftigen Koalitionsmöglichkeiten mit durchaus schwierigen Zeiten: „Die Wähler haben uns eine Landschaft hinterlassen, in der es nicht leicht sein wird“, sagte er. Trotz der deutlichen Verfehlung des Wahlzieles der klaren Mehrheit zeigte er sich zufrieden: „Wir haben aber das Rennen gewonnen, wir sind die klare Nummer eins“.
Kommen Neuwahlen?
Der Politologe Peter Filzmaier schließt auch Neuwahlen nicht aus: „Es wäre ein mögliches Szenario, denn realistische Mehrheiten im Gemeinderat sind nicht in Sicht".
KPÖ so stark wie vor 9 Jahren
Die KPÖ ist nach einem Rückgang 2008 nun mit rund 20 Prozent (und erstmals Platz zwei) wieder so stark wie im Jahr 2003. In der Steiermark ist die KPÖ seit 2005 wieder im Landtag vertreten. In allen anderen Bundesländern und bei den Nationalratswahl legte sie zwar ein wenig zu, liegt aber überall unter zwei Prozent
Der von neun auf sieben verkleinerste Grazer Stadtsenat wird auch künftig wieder von fünf Parteien besetzt sein. Die ÖVP hat künftig drei Stadträte, Grüne, FPÖ. KPÖ und SPÖ nur je einen.