Am Mittwoch haben in Graz Unbekannte gleich 17 Mal versucht, Senioren mit dem sogenannten "Neffentrick" insgesamt 212.000 Euro herauszulocken, so die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag. Bei 15 der angerufenen Senioren scheiterten die Betrüger, ein Pensionist wurde von seiner Ehefrau nur knapp an der Geldübergabe gehindert. Ein Opfer übergab jedoch dem unbekannten "Geldabholer" rund 13.000 Euro.
Am Mittwoch haben in Graz Unbekannte gleich 17 Mal versucht, Senioren mit dem sogenannten "Neffentrick" insgesamt 212.000 Euro herauszulocken, so die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag. Bei 15 der angerufenen Senioren scheiterten die Betrüger, ein Pensionist wurde von seiner Ehefrau nur knapp an der Geldübergabe gehindert. Ein Opfer übergab jedoch dem unbekannten "Geldabholer" rund 13.000 Euro.
Die unbekannten männlichen und weiblichen Anrufer kontaktierten am Mittwoch telefonisch insgesamt 17 Personen im Raum Graz. Die Angerufenen waren größtenteils Frauen, allesamt Personen im Alter von 70 bis 90 Jahren. 15 der 17 Angerufenen waren bereits durch die mediale Berichterstattung vorgewarnt und auf der Hut gewesen. Die vorgeblichen Angehörigen – Nichten, Neffen, Enkel usw. – oder Bekannten wollten sich Beträge zwischen 12.000 und 75.000 Euro leihen, angeblich für Wohnungskäufe oder Versteigerungen und ähnlichem. In der Hälfte der Fälle kamen die Gauner gar nicht dazu, Geldbeträge zu fordern, da die Angerufenen frühzeitig den Betrugsversuch durchschauten und auflegten. In den anderen Fällen wurden Forderungen über 212.000 Euro gestellt.
Ein Opfer behob 65.000 Euro
Im Falle eines Pensionisten hatte dieser bereits 65.000 Euro bei seiner Bank behoben und zur Übergabe mit nach Hause genommen. Eine Behebung der eigentlich geforderten 75.000 Euro war mangels Verfügbarkeit von Bargeld auf der Bank nicht möglich gewesen. Da die Ehefrau des Pensionisten jedoch die tatsächlich existierende Bekannte anrief, scheiterte der Betrug nur knapp. Eine Rentnerin allerdings wurde mehrmals von einem angeblichen Angehörigen angerufen und um Geld gebeten. Sie übergab daraufhin wenig später einem unbekannten Abholer 13.000 Euro Bargeld.
Allen Personen erschienen die Stimmen der Anrufer fremd. Darauf angesprochen erklärten diese unisono, dass dies wohl am Handy bzw. einer Verkühlung liegen würde. Die Polizei warnt die Bevölkerung vor weiteren möglichen Betrugsversuchen.