Grazer wegen Rasens Einbürgerung verwehrt

Bild: Fotolia/Symbolfoto

Einem 23-Jährigem aus Graz, der seit zehn Jahren in Österreich lebt, bleibt die Staatsbürgerschaft wegen sechs Geschwindigkeitsüberschreitungen vorerst versagt.

Edgar Oganisjan ist vor zehn Jahren aus Armenien nach Graz ausgewandert. Der 23-jährige Webdesigner hat um die österreischische Staatsbürgerscahft angesucht. Die bleibt ihm aber wegen vergleichsweise geringer Verkehrsdelikte verwehrt. Grund: Nach fünf Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet und einer in der Tempo-30-Zone im Zeitraum von vier Jahren könne man "nicht davon ausgehen, dass Sie nach Ihrem bisherigen Verhalten Gewähr dafür bieten, dass Sie zur Republik bejahend eingestellt sind".

Riesen Echo auf Facebook

"Meine Verkehrssünden sind nicht groß", beteuert Oganisjan. "Aus Verzweiflung" habe er seinen Fall via Facebook publik gemacht und großes Echo geerntet. "Ich bin begeistert, wie viele Leute sich dafür interessieren."
Auf Behördenseite wird indes betont, dass das Verfahren noch gar nicht abgeschlossen und eine Stellungnahme möglich sei. "Wenn Sie mich grundsätzlich fragen, ob einem allein wegen sechs Verkehrsdelikten die Staatsbürgerschaft verwehrt wird, würde ich Nein sagen", meint Ingrid Koiner, Leiterin der Verfassungsabteilung im Land.

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