Wintersport

Greiderer verliert nach Bronze seine Haarpracht

Wettschulden sind Ehrenschulden - diese Erfahrung macht in Peking auch Lukas Greiderer. Der Kombinierer muss nach Bronze zu Friseur Franz-Josef Rehrl.
Erich Elsigan
09.02.2022, 18:30

Kraftakt von Lukas Greiderer! Der Nordische Kombinierer eroberte im Einzel von der Normalschanze Bronze – dank einer herzhaften Leistung in der Loipe. "Ich bin einfach um mein Leben gelaufen, hatte eine Nahtod-Erfahrung. So verausgabt habe ich mich noch nie", schnaufte der 28-Jährige, der sich nur Vinzenz Geiger (D) und Jörgen Graabak (Nor) geschlagen geben musste. 6,6 Sekunden fehlten am Ende auf Gold.

Kehrseite der Medaille: Greiderer verlor eine Wette. Mit Teamkollege Franz-Josef Rehrl hatte er vor den Spielen gegen einen Stockerlplatz im Einzel gewettet. Einsatz: die Haarpracht. "Jetzt darf er mir einen Negariv-Irokesen schneiden", schmunzelt der Tiroler. "Ich habe das damals als unrealistisch angesehen und gleich zugesagt."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Greiderer bekam eine kurze Schonfrist. Den Interview-Marathon durfte er noch mit vollem Haupthaar absolvieren. "Er ist aber schon da gestanden, war parat und voll motiviert", fürchtet er, dass Rehrl bald zum Rasierer greift.

Eine weitere Sorge hat Greiderer. Er fürchtet, dass die Feiern in seiner Heimat eskalieren könnten. "Ich habe schon um die 200 Nachrichten bekommen. Daheim wird sicher ein Gläschen getrunken. Ich hoffe, die Hütte steht morgen noch."

Mehr zum Thema