Greifvögel fallen wegen Kälte reihenweise vom Himmel

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Der bitterkalte Januar macht nicht nur den Menschen zu schaffen: In der Schweiz fallen schwache Greifvögel, die in der schneebedeckten Landschaft keine Beute mehr finden, vom Himmel. Die heimischen Artgenossen haben damit aber zur Zeit keine Probleme.

"Greifvögel können etwa drei bis fünf Tage ohne Futter überleben, dabei bildet sich ihr Brustmuskel zurück und sie können zum Schluss nicht mehr fliegen", sagt Andreas Lischke, Leiter der Schweizer Greifvogelstation Berg am Irchel.

Die Mäusebussarde würden ganz besonders unter den Wetterbedingungen leiden, weil ihre Ernährung so stark auf Mäuse spezialisiert ist. "Sie sollten eigentlich zwischen 750 und 1.100 Gramm wiegen, bei uns kommen aber regelmäßig Vögel an, die gerade noch 400 Gramm wiegen", so Lischke. Sie bleiben in der Regel zwei bis drei Wochen in den Volieren der Greifvogelstation und werden dann bei gutem Wetter wieder freigelassen.

Österreichs Bussarde sind "richtig fett"

Hierzulande kommen die Greifvögel aber gut mit dem Winter klar, erzählt Hans Frey, Leiter der niederösterreichischen Greifvogelstation Haringsee: "Die Mäusebussarde, die wir zur Zeit finden, sind richtig fett. Sie können eine Woche ohne Nahrung auskommen."

Bei extremer Schneelage könnten auch unsere Vögel zu schwach zum fliegen sein; dies ist in der Vergangenheit schon vorgekommen, doch wir haben momentan deutlich weniger Schnee als in der Schweiz, erklärt Frey. Turmfalken tun sich etwas schwerer, da sie kleiner sind und nur ein paar Tage ohne Beute auskommen. Wenn sie aber wegen des Schnees nicht mehr an ihre Feldmäuse, von denen sie sich hauptsächlich ernähren, kommen, dann steigen sie einfach auf Kleinvögel um.

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